ls -a /home/andwil
Hier bloggt André über Alltägliches, Nerdiges oder anderweitig Nenennswertes. Was zu speziell oder umfangreich fürs Blog ist, landet in den anderen Sektionen (siehe oben).
(Komplettes Archiv)
Ab und an schreibe ich als @sumpfsuppe bei Twitter und Identi.ca.
(Zeige alle Links)
Verfasst am 12. März 2010, spät abends.
Das Libertine-Open-Fonts-Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige freie Schriftarten zu erarbeiten, die sich als Alternative zu proprietären Fonts anbieten. Eine der entstandenen Schriftarten heißt Linux Libertine und wird hier u.a. in den Überschriften verwendet1.
Eine weitere Schriftart aus dem selben Hause heißt Linux Biolinum und ist eine sogenannte Organogroteske. Sie erfährt dieser Tage eine Erweiterung, die laut Projekt-Homepage „in Kürze“ erscheint: Ein Font, der Tasten-Symbole mit passenden Umrandungen liefert und das Setzen von Tastatur-Kurzbefehlen in Texten stark vereinfachen könnte. Der Font nennt sich treffend Linux Biolinum Keyboard.
[Nachtrag vom 29.11.2011: Ich weiß nicht, wie lang „in Kürze“ nun war, aber der Font ist mittlweile zum Download verfügbar!]
Die Idee ist zwar nicht ganz neu, doch ist dies der erste (mir bekannte) freie Font in diesem Stil2. Das könnte ein Vorteil insbesondere für Wikis und Internetseiten allgemein sein, die Tastatur-Shortcuts bislang meistens mit CSS-Formatierungen (Beispiel: Alt + F4) und/oder kleinen Grafiken darstellten.
Durch die @font-face-Technologie, die es immer mehr Browsern erlaubt, OpenType-Fonts aus dem Internet nachzuladen, falls diese beim Benutzer nicht installiert sind, wäre das eine sehr hübsche Angelegenheit. Über das Für und Wider dieses Prinzips möchte ich mich hier jedoch nicht auslassen (Stichwort Kompatibelität, Textbrowser, etc. pp.)
Ich bin gespannt, wie lange der Font noch auf sich warten lässt und wie er letztlich aussehen wird. Eine Vorschau gibt es bereits im PDF-Format auf der Projekt-Beschreibung.
Zum Abschluss ein paar Links:
1 Vorausgesetzt, du hast sie auf deinem System installiert oder du verwendest einen Browser, der @font-face mit OpenType-Fonts unterstützt. Das sind Firefox, Safari, Opera und Chrome in ihren neueren Versionen. Alle anderen Besucher kriegen irgendeine passende Serifenschrift aufgetischt. Linux Libertine ist übrigens auch in den Repositorien vieler Linux-Distributionen enthalten. Bei Arch Linux etwa unter dem Paketnamen ttf-linuxlibertine.
2 Das Libertine-Open-Fonts-Projekt stellt seine Schriften unter GNU General Public License und SIL Open Font License zur Verfügung.
Außerdem:
kommentieren |
weitersagen