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Artikel zum Thema alltag

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Lange Texte erstellen mit LibreOffice u.ä.

Verfasst am 25. Dezember 2011, früh abends.

Mir ist eine nette Kurzanleitung zum Erstellen langer Texte (PDF, 509 kB) mit OpenOffice/LibreOffice über den Weg gelaufen.

Das handliche Dokument gibt Tipps darüber, wie man Komfortfunktionen in den genannten Programmen nutzt, um bequem umfangreiche Dokumente zu verfassen (etwa Seminar-, Studien- oder Diplomarbeiten).

Auszug aus dem Inhalt1:

  • automatische Kapitelnummerierung
  • automatische Bildernummerierung und -beschriftung
  • automatische Inhaltsverzeichnisse, Abbildungsverzeichnisse, Literaturverzeichnisse usw.
  • Formelsatz
  • automatische Fußnoten, Endnoten
  • viele kleine Tipps

Wer noch Fußnoten, Kapitel und Tabellen per Hand nummeriert, sollte sich die Datei also unbedingt mal ansehen. Das Ganze ist gerade mal 22 Seiten lang und reich bebildert – sehr praktisch!

1 geht natürlich auch alles mit LaTeX aber das ist uuuuuunglaublich kompliziert.

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Druckerfreundliche Running Order fürs Wacken Open Air 2011

Verfasst am 1. August 2011, mittags.

Besser spät als gar nicht: Eine schlanke, druckerfreundliche Running-Order stelle ich unter woa.andwil.de zur Verfügung.

Das wichtigste in Kürze:

  • komplett in Grautönen
  • passt auf eine DIN-A4-Seite
  • Enthält alle Bandauftritte auf Black-, True-, Party- und W.E.T.-Stage
  • Keine Comedians, kein Wrestling, keine Zirkuszelte, keine Mittelaltermärkte

Viel Spaß damit.

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Jugendschutzaufkleber auf Digipaks – schönen Dank

Verfasst am 7. März 2011, früh abends.

Zu meinem musikalischen Hassobjekt nach transparenten Jewelcases avancieren derzeit Digibooks und Digipaks mit Bonus-DVDs.

Klar, hübsch sind sie – zumindest, solang sie im Ladenregal stehen. Nach wenigen Tagen daheim und im Auto werden die Pappecken wabbelig, noch dazu passen sie nur allzu häufig nicht ins CD-Regal. Zum Kotzen. Doch was tut der Fan nicht alles, um an die Bonus-Songs zu kommen, die ihm sonst verwehrt blieben?

Damit nicht genug: Seit der vergangenen Umstellung der FSK-Logos prangen riesenhafte Aufkleber auf allen Filmträgern und CDs mit beiliegender Bonus-DVD. Bei regulären Auflagen kein Problem: DVDs werden mittlerweile meist mit Wendecovers geliefert und von Jewelcases lassen sich Aufkleber mit etwas Geduld abpulen oder man tauscht gleich den ganzen Deckel aus. Bei limitierten Auflagen dagegen werden die verdammten Biester gerne direkt auf die bedruckte Pappe geklatscht. Schönen Dank auch.

[Foto] FSK-Aufkleber auf Digipaks

Unkaputtbar: FSK-Aufkleber auf Digipak und -book

Was tun? Auf limitierte Auflagen scheißen? Gänzlich auf CD-Käufe scheißen? Ich sehe da eigentlich die Plattenfirmen in der Pflicht, für Abhilfe zu sorgen. Jedenfalls bin ich naiv genug, um anzunehmen, dass zumindest Metal-Labels noch genügend Musiksammler beschäftigen, die dieser Stuss genau so nervt, wie den zahlenden Kunden.

Anlass für diesen kleinen Rant ist übrigens „The Clans are Still Marching” von Grave Digger und „Vol(l)ume 14“ von Tankard. Warum die bierselige Bonus-DVD der Thrash-Truppe mit einem Auftritt beim Headbanger’s Open Air ab sechs Jahren freigegeben ist, die neue DVD der Grabschaufler aber erst ab zwölf, konnte ich leider noch nicht herausfinden. Aber wer weiß, was die Jungs so unter ihren Schottenröcken trugen.

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Was ich noch bloggen wollte …

Verfasst am 18. Januar 2011, spät abends.

In letzter Zeit kam ich kaum dazu, hier groß was zu schreiben. Das lag zum größtenteils daran, dass das Studium mich dieses Semester sehr eingespannt hat. Zum anderen aber auch daran, dass ich mich mittlerweile ein wenig mit Microblogging auseinandersetze und Kleinigkeiten eher mal bei Twitter und Identi.ca publiziere.

Deshalb kurz zusammengefasst, was mir seit Anfang Dezember auf den Nägeln brennt:

  • Dropbox ist tatsächlich ein unglaublich nützlicher Service, um in einer Gruppe an Projekten zu arbeiten. Verbummelte USB-Sticks sind damit kein Beinbruch mehr.
  • Mit DokuWiki und odt-Export lassen sich recht gediegen Dokumente und Memos für eben jene Projekte erstellen und verwalten (ganz ohne Einsatz von MySQL – das gefällt mir).
    • Doof nur, wenn man MS Word benutzen muss. Ich war zuletzt reichlich bedient durch Problemchen, mit denen ich in „reifer“ Software gar nicht mehr gerechnet hätte.
    • Außerdem habe ich mich an die von DokuWiki verwendete Syntax so sehr gewöhnt, dass das hier im Blog verwendete Textile glatt ein bisschen ungewohnt ist.
    • Dafür gibt’s ein Talk like a Pirate-Plugin für DokuWiki, arrrrrrrrr!
    • Zu guter Letzt: Projektgründer Andreas Gohr trägt augenscheinlich gern Hüte und mag Click-and-Point-Adventures. Wenn das nichts ist!
  • Textpattern, das derzeitige CMS meiner Wahl, liegt mittlerweile in Version 4.3.0 vor. Viele schöne Verbesserungen wurden implementiert und ich freue mich schon aufs Upgraden.

So, schon wieder nur Nerd-Krempel, aber das muss als Lebenszeichen vorerst genügen. Wenn ich noch mehr schreibe, beschwert sich sonst noch jemand, weshalb ich Zeit zum Bloggen finde, aber mit meinen CD-Kritiken wieder in Verzug bin und auch jede andere Verpflichtung neben dem Studium momentan völlig schleifen lasse.

Aber bald sind Semesterferien ist vorlesungsfreie Zeit, da wird alles besser!

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Was man soll und was man kann

Verfasst am 5. November 2010, früh morgens.

Gestern war urplötzlich eine meiner MySQL-Datenbanken „verschwunden“. Höchst ärgerlich, deshalb wendete ich mich gleich an den Support meines Hosters.

Dieser erkannte, dass das Problem mit dem Namen der Datenbank zusammenhing und meinte:

Sie hätten gar keine Datenbank mit diesem Namen erstellen können sollen. Ich werde den Inhalt der genannten Datenbank unter einem anderen Datenbank-Namen für Sie verfügbar machen […]

Der Grund für das Problem war schnell gefunden: Durch einen Bug wurden falsche Datenbanknamen erzeugt. Dieser Fehler wurde behoben und dabei meine Datenbank versehentlich ins Nirwana befördert.

Ärgerlich, aber der Support reagierte prompt auf meine Anfrage und löste das Problem schnell und unkompliziert.

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Gutes Mathematikbuch

Verfasst am 31. Oktober 2010, abends.

Für ein Projekt an der FH beschäftige ich mich gerade ein wenig mit C-Control. In einem Handbuch stieß ich dabei auf diese Erklärung der rand-Funktion:

Die Zufallsfunktion RAND liefert den nächsten Integer-Zufallswert des Pseudo-Zufallsgenerators. Die Zufallszahlen werden nach dem multiplikativen Verfahren mit anschließender Modulodivision (siehe ein gutes Mathematikbuch) aus dem jeweils vorangehenden Wert erzeugt.

(Quelle (pdf))

Den Verweis auf das gute Mathematikbuch finde ich ziemlich drollig — ist er doch eigentlich recht nutzlos. Wenigstens lockern solche Textstellen die Lektüre ein wenig auf. ;-)

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10.10.2010

Verfasst am 10. Oktober 2010, zur Kaffeezeit.

Wer sich fragt, was am heutigen Datum so interessant ist, sollte mal 101010 von binär nach dezimal konvertieren. Im Terminal geht das zum Beispiel so:

echo 'ibase=2;101010' | bc

(bc muss hierfür natürlich installiert sein.)

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55 Gründe, Ingenieur zu werden

Verfasst am 22. September 2010, vormittags.

… liefert Ekkehard D. Schulz in seinem gleichnamigen Buch. Ein wenig reinschnuppern kann man bereits: Jede Woche wird ein weiterer Grund aus dem Buch online veröffentlicht.

Der Feed landete gleich in meinem Agregator – liest sich ganz witzig. Vielleicht habe ich gerade einen weiteren Weihnachtswunsch gefunden, denn einige Gründe hätte ich schon gerne näher erläutert. ;-)

Gleich an sechster Stelle revidiert Schulz übrigens den prominenten Maschinenbauer-Samenstau-Reim, der diverse Hörsaal-Tische ziert. Olé! ;-)

(via Prof. Dr.-Ing. Staben, der den Link in die Elearning-Plattform meiner FH setzte)

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OSM-Flyer

Verfasst am 17. September 2010, früh abends.

Seit einiger Zeit lassen sich OpenStreetMap-Flyer kostenlos bestellen. Diese kann man auf Veranstaltungen verteilen oder – für mich der realistischere Fall – beim Mappen einfach in der Tasche haben, um Fragen interessierter (oder beunruhigter) Mitbürger zu beantworten.

Vor drei Tagen bestellt, kam heute mein ZehnerElferpack der DIN-A7-Handzettel hier an. Witziges Detail: Das Kuvert ist nicht aus herkömmlichen Papier (na gut, letztlich wohl doch), sondern besteht aus einer ausgedienten Landkarte. „Direktrecycling“ nennt der Hersteller das. So oder so: Sinnvolle Sache und in diesem Kontext sehr treffend! :-)

[Foto] OSM-Flyer im „direktrecycleten“ Kuvert

Das Papier des Briefumschlages war in seinem vorigen Leben eine Landkarte.

So sieht der Flyer im ausgeklappten Zustand übrigens aus. Ich bin gespannt, in welchem Umfang ich sie benutzen werde – bislang wurde ich bei meinen Mapping-Touren nicht angesprochen, sondern höchstens mal interessiert bis kritisch beäugt. Für den letzteren Fall ist der Flyer sicher ganz hilfreich.

Interessant außerdem: Sofern man sich nicht in allzu verrückter Lage befindet, lässt sich OSM prima als Alibi verwenden, wenn man beim Geocachen von einem Muggle ertappt wurde. Da praktisch jeder Geocaching-Ausflug für mich gleichzeitig auch immer ein Mapping-Ausflug ist, ist das nicht mal gelogen. ;-)

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¡Viva la GPL!

Verfasst am 5. September 2010, nachmittags.

Bis Weihachten ist es zwar noch etwas hin, aber den ersten Artikel habe ich bereits auf meinem Wunschzettel notiert: Dieses grandiose Che Stallman-Shirt für geschmeidige 8 Pfund Sterling.

Ich trage übrigens XL. :P

(Dank an drops, der mir das Shirt über zwei Ecken zeigte.)

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Eselsbrücken

Verfasst am 29. Juni 2010, früh morgens.

Ich habe mich gestern gut über diese Eselsbrücke amüsiert:

Ist das Mädchen brav,
bleibt der Bauch konkav.
Hat das Mädchen Sex,
wird der Bauch konvex.

Vermutlich older than teh internets, aber ein wenig begeistert bin ich trotzdem von dieser simplen Merkhilfe. ;-)

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Aus dem Leben eines Webzine-Schreibers

Verfasst am 7. Juni 2010, früh abends.

Schreiben für ein Webzine – wie ist das eigentlich so? Was muss man tun, um sich gratis Konzerte anzusehen, backstage mit Bands zu plaudern und stapelweise Promo-CDs abzustauben?

Viele Musikfans scheinen sich das alles sehr paradiesisch vorzustellen. Ich schreibe seit einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig für ein kleines Metal-Webzine (anfangs mehr, inzwischen weniger). Deshalb möchte ich hier ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, auch wenn ich seit Beginn des Studiums meine „redaktionellen Tätigkeiten“ leider auf ein Minimum reduzieren musste.

Zunächst mal: Die Arbeit eines Online-Redakteurs ist grundsätzlich nicht so blumig, wie man es sich vorstellen mag – das sollte der Begriff „Arbeit“ bereits implizieren. Nicht nur, dass man viel vorm Rechner sitzt und schreibt; man kümmert sich nicht nur um seine Lieblingsbsands, sondern muss sich verblüffend häufig auch mit grässlicher Musik auseinandersetzen. Klar, ab und an hat man die Chance, das neue Werk seiner Lieblings-Kapelle noch vor Veröffentlichung unter die Lupe zu nehmen; doch man kann sich ausmalen, wie schnell heißbegehrte Alben innerhalb der Redaktion verteilt sind. Was lange liegen bleibt ist in der Regel Schund1 oder eine Reihe Erstlingswerke unbekannter Bands. In der letzten Kategorie variiert die Qualität stark zwischen lahm und großartig. Wie es so im Leben ist: Wahre Perlen gibt es selten und so oder so muss jede Promo bearbeitet werden.

Allein die Höflichkeit gegenüber des Künstlers (oder zumindest der Promotion-Agentur) gebietet, dass man sich auch mit dem schlechtesten Album möglichst intensiv auseinandersetzt, bevor man einen Verriss niedertippt. Zugegeben, die Ohren haben mir bei meiner Tätigkeit noch nie geblutet, resigniert die Hände über dem Kopf zusammenschlagen musste ich aber schon das eine oder andere mal.

Dazu kommt: Die Musikindustrie ist fleißig dabei, im 21. Jahrhundert anzukommen. Bald wird sie es geschafft haben und die ersten Effekte dieses Prozesses bekommt man bereits zu spüren: Seit vielleicht zwei Jahren werden praktisch keine CDs mehr an Webzines-Geschickt.

Das ist ist nun sicher verallgemeinernd, doch wenn ich mir unsere interne Rezensions-Liste ansehe, führt die klassische Promo-CD nur noch ein Nieschendasein; sie wird eher von finanzkräftigen Agenturen ausgegeben oder von jungen Bands, die die Promotion ihrer Musik selbst in die Hand nehmen.
Stattdessen richten sich die meisten Agenturen spezielle Download-Portale ein, aus denen DJs, Journalisten oder Radiosender die benötigte Musik beziehen können.

In der Regel sind dies MP3-Dateien, die durch sog. Wasserzeichen eindeutig dem jeweiligen Bearbeiter zugeordnet werden können, sobald sie etwa in einer Online-Tauschbörse auftauchen. Das ist für mich kein großes Problem, da ich meine Arbeit ohnehin am Computer verrichte und meine Musik fast ausschließlich über den Rechner höre. Außerdem achten Musik-Fans geistiges Eigentum und sinvolle Spielregeln des Musikgeschäfts.

Doch wie sieht die (Achtung, Fachbegriff) „digitale Bemusterung“ in der Praxis aus? Jede Agentur richtet auf ihren Servern ein eigenes Portal ein, für das entweder das Webzine oder jeder einzelne Redakteur einen Zugang beantragen muss. Daraus ergibt sich für das besagte kleine Magazin immerhin eine geringe zweistellige Zahl an Zugangs-Konten.

Hat man erstmal Zugriff zum Portal, kann man anfangen, die benötigten Alben samt Zusatzmaterial (Promo-Fotos, Informations-Blätter, etc.) herunterzuladen. Dies geschieht meist mit gemächlichen Datenübertragungsraten, dafür aber relativ zuverlässig. Wenn man Glück hat, sind die ID3-Tags sogar bereits gesetzt (u.U. sogar vollständig und korrekt), sodass man direkt in der Wiedergabe-Software oder auf dem MP3-Player erkennt, welches Lied gerade läuft.

Häufig sind alle relevanten Daten in einem Zip-Archiv gebündelt, sodass sich der Aufwand auf einen Download beschränkt. Wenn man noch mehr Glück hat, kann man fehlgeschlagene Downloads2 sogar beliebig oft neustarten. Gerade wenn es aber nur ein Zugangs-Konto für ein Magazin gibt, wird die Zahl der möglichen Downloads eines Songs oder Albums meist auf zwei oder drei begrenzt.

So weit zu den Hausaufgaben des Schreiberlings. Kommen wir jetzt zu den Gratis-Konzerten, die die zahlende Besucherschar gebührend feiert, man selbst aber mit möglichst klarem Kopf kritisch beäugen muss. Nicht vergessen: Man ist nicht in erster Linie als Fanboy vor Ort, sondern als kritischer Beobachter, stellvertretend für daheimgebliebene Fans. Ganz bierernst muss man seine Mission live vor Ort sicher nicht nehmen (soll ja auch Spaß machen), doch man hat eine gewisse Verantwortung und steht letztlich stellvertretend für das gesamte Webzine da.

Sicher, das Schreiben von CD-Kritiken, Interviews und Konzertberichten macht natürlich trotzdem viel Spaß – sonst würde ich mir das Ganze sicherlich nicht antun, schließlich geht es hier um Hobby, nicht um Beruf(-ung). Es geht mir in diesem kleinen Aufsatz nur darum, den „passiven“ Musik-Fans ganz oberflächlich ein bisschen Klarheit darüber zu vermitteln, dass es keinen großen Grund für Neid bezüglich der im ersten Absatz genannten Privilegien gibt. Wie gesagt: Selbst das Gros der Online-Redateure genießt sie nicht oder nur eingeschränkt.

Apropos genießen: Musik ist etwas viel netteres, wenn man sie einfach dann hört, wenn man Bock drauf hat und nicht, weil der Review-Zeitplan es so vorsieht und die Promo-Agentur auf die Rezension wartet. So verkehrt ist es gar nicht, völlig zwanglos und als „normaler Fan“ Musik zu genießen.

1 Ich weiß, ich weiß: Auch in dem uninteressantesten Album mit dem lieblosesten Cover, den peinlichsten Texten und den bereits millionenfach gehörten Gitarrenriffs steckt häufig viel Arbeit und manchmal sogar Herzblut. Sei’s drum, man muss das Kind beim Namen nennen.

2 Sind Leser hier, die Murphy’s Law im Zusammenhang mit der 24-stündlichen Zwangstrennung bei DSL-Verbindungen kennen?

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RTFM

Verfasst am 22. März 2010, zur Kaffeezeit.

Manchmal frage ich mich, was in den Leuten so vorgeht. Vor allem dann, wenn mich eine Nachricht wie diese ereilt:

Hallo. Hab deine ICQ ausm UbuntuUsers.de . Hättest du grad Zeit uns Lust mir bei einem Partitionierungproblem zu helfen?

Glück für den Fragesteller in dem Moment: Ich war dank Sonne und kochend heißem, schwarzen Kaffee gut gelaunt und außerordentlich hilfsbereit. So wies ich den Fragenden darauf hin, dass er mal einen Blick ins Wiki werfen sollte, wenn er Ubuntuusers.de schon gefunden hat. Das ist nämlich echt super. Notfalls würde man ihm sicher zuverlässig und schnell im Forum oder IRC helfen.

Jeden Tag eine gute Tat, dachte ich mir. Doch zwanzig Minuten später das:

Schuldige die nochmalige Störung. Welcher [IRC-]Client ist denn deiner Meinung nach der beste. Ich benutze Gnome

Wie gesagt, ich war gut drauf und entsprechend geduldig. Also erklärte ich ihm nochmals Sinn und Zweck eines Wikis und insbesondere der Suchfunktion. Dazu reichte ich ihm sogar einen passenden Link zur Lektüre. Dann:

Wiki finde ich auch super aber ich denke dass mir mit ein paar Sätzen geholfen ist und dafür will ich einfach nicht ewig suchen müssen

m(

Ich weiß nicht, weshalb mich so eine Einstellung noch immer aufregen kann. Ebensowenig weiß ich, woher ich die Geduld nehme, dennoch auf derartige Nachrichten einzugehen. Wie dem auch sei: Nach einem höflichen Hinweis, dass man insbesondere in Linux-Foren und -Chats eine gewisse Eigeninitiative erwartet, kam keine Antwort mehr vom DAU.

Vielleicht hätte ich ihm stattdessen den offenen Brief von burn a church mit auf den Weg geben sollen. Der kommt zwar langsam in die Jahre, ist aber offenbar völlig zeitlos.

(Es ist sonst nicht meine Art, Chat-Protokolle zu veröffentlichen – betrachtet dies ruhig als Ausnahme. Übrigens: Wer sich ärgert, dass hier im Blog ja nur Nerd-Krempel über Linux geschrieben wird; seid beruhigt, diese Woche beginnt für mich das Semester und vielleicht habe ich somit bald wieder so etwas wie ein abwechslungsreiches RealLife, nachdem sich mein Leben in den letzten Wochen überwiegend um Mathematik II und andere Kellerkind-Angelegenheiten gedreht hat.)

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