ls -a /home/andwil
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Verfasst am 1. April 2010, früh abends.
Genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich zu Arch Linux wechselte.
Ich bereue nichts und kann mir momentan keinen Grund für einen weiteren Wechsel meiner Distribution vorstellen. Ich hoffe, das wird noch lange so bleiben!
(Man möge mir diesen etwas informationslosen Beitrag verzeihen. Wo ich mir aber meine Feeds so ansehe, kann ich mir aber vorstellen, dass einige Leser froh sind, mal eine Meldung zu lesen, die kein Aprilscherz ist. Vielleicht reiche ich demnächst sogar eine differenziertere Abhandlung über Arch Linux nach. ;-))
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Verfasst am 27. Januar 2010, zur Kaffeezeit.
Endlich! Klausuren vorbei, vorlesungsfreie Zeit ahoi. An meinem ersten freien Tag widmete ich mich einem Projekt, das ich schon länger vor mir herschob: Meine Linux-Partitionen von Ext3 auf Ext4 umzusatteln.
Zugegeben, ein bisschen spät dran bin ich schon. Aber gerade bei heiklen Dingen wie einem neu entwickelten Dateisystem muss man ja nichts überstürzen.
Vorab natürlich alle Daten gesichert, dann konnte es losgehen. Das „Core“-Iso-Abbild von Arch Linux auf einen frischen USB-Speicherstick gemeißelt, in den Klapprechner gesteckt und gebootet. Das Arch Wiki half mir gewohnt zuverlässig.
Mehr Ärger machte mein Schreibtisch-PC. Das Mainboard hat nämlich kein großes Interesse, von USB-Sticks zu booten – jedenfalls tat sich nicht viel, als ich den Stick eingesteckt und dem BIOS verklickerte, dass es doch bitte zunächst vom „removable dev“ booten möchte. Aber egal, so ein 350MB-Abbild ist ja fix gebrannt.
Auch hier konnte ich die Partitionen bequem vom Terminal aus konvertieren. Doch nach dem Neustart ging’s los: Die Kernel Panic kannte ich schon vom Notebook und wusste, dass ich einfach vom „Fallback“-System aus, das Kernel-Abbild mit mkinitcpio -p kernel26 neu generieren musste. Doch was tun, wenn auch der Fallback-Kernel sich nicht booten lässt? Mich begrüßte ein
ERROR: Failed to parse block device name for […UUID…]
Was war da los? Hat sich die UUID meiner Root-Partition durchs Partitionieren geändert? Unwahrscheinlich. Nach einigem Herumprobieren (von der Live-CD mit chroot ins installierte System einloggen und mkinitcpio durchrattern lassen) und Recherchieren fand ich jedoch die Problemlösung:
Von der Festplatte booten, die passende Zeile von GRUB mittels E-Taste anpassen und
set root=(hd0,2)
linux /boot/vmlinuz26 root=/dev/disk/by-uuid/86f09f3c-[…] ro
initrd /boot/kernel26-fallback.img
ändern in
set root=(hd0,2)
linux /boot/vmlinuz26 root=/dev/sdb2 ro
initrd /boot/kernel26-fallback.img
und booten. Solltest du via Suchmaschine hierhergefunden haben, achte unbedingt darauf, dass der Pfad zur Partition bei dir vermutlich anders lautet.
Anschließend mkinitcpio -p kernel26 ausgeführt, den normalen Kernel gebootet (ohne manuelle Anpassungen in GRUB) und mich über einen erfolgreichen Schritt in Richtung Zukunft gefreut. ;-)
Ich bin gespannt, ob und wie sich das neue Dateisystem in der Praxis bemerkbar machen wird. Die Performance-Vorteile sollen sich ja überwiegend nur beim Dateisystem-Check bemerkbar machen.
Vorerst habe ich auch nur die Root- und die /home/-Partition konvertiert. Die Musik- und Krimskrams-Partitionen sollen vorerst weiterhin mit Ext3 auskommen, da ich mir nicht die Chance verbauen möchte, sie notfalls auch mal unter Windows XP einbinden zu können – das Betriebssystem habe ich zwar seit Monaten nicht mehr gebootet, aber bei der nächsten LAN-Party ärgere ich mich sonst womöglich. ;-)
Glücklicherweise kann man aber auch Ext3-Partitionen als Ext4 mounten (dazu am besten einfach /etc/fstab entsprechend anpassen) und so zumindest einige der Neuerungen zu genießen, ohne in Sachen Kompatibelität Einbußen zu verzeichnen.
Was ich mit meiner Backup-Festplatte mache, weiß ich allerdings noch nicht. Die wird nur während des Backup-Vorgangs eingebunden und hat mir schon öfter den (Achtung, Wortwitz) Ar(s)ch gerettet. Wahrscheinlich bin ich übervorstichtig, wenn ich sie nun noch lange mit einem eigentlich veralteten Dateisystem laufen lasse – aber vorerst soll sich Ext4 doch auf beiden Rechnern bewähren.
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