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Verfasst am 10. August 2010, früh abends.
Da ich ja vor kurzem in den erhabenen Zirkel jener geraten bin, die ihren Rechner per USB-Dongle mit Bluetooth-Geräten verbinden (ja, ich bin gerne etwas langsam mit technischen Neuerungen ;-)), stellte sich die Frage, wie ich dies in die Praxis umsetze.
KDE hat eine hauseigene Bluetooth-GUI (kbluetooth), die in vielen Fällen offensichtlich aber eher schlecht als recht läuft, weshalb KDE-Nutzer gezwungenermaßen oft auf das GTK-Pendant Blueman zurückgreifen. Zwar nicht weiter schlimm, aber GTK-Anwendungen in KDE sind nun mal nicht jedermanns Sache.
Abhilfe soll BlueDevil schaffen, der offizielle Nachfolger von kbluetooth. Es befindet sich noch in der Entwicklung und hat es somit nicht mehr in die heute erschienene KDE SC 4.5 geschafft. Man kann sich das Programm jedoch bereits aus dem GIT-Repositorium kompilieren. Arch-Nutzer kommen gewohnt bequem und ohne großen Aufwand übers AUR zum Ziel; kompilierte Pakete für andere Distributionen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.
Dank BlueDevil kann man bspw. Mobiltelefone auch per Dateimanager durchsuchen und Dateien austauschen.
BlueDevil integriert sich gut in KDE: Es lässt sich über die Systemeinstellungen konfigurieren und ermöglicht Programmen wie Dolphin direkten Zugriff auf Bluetooth-Geräte – Mobiltelefone lassen sich dadurch fast wie USB-Speichersticks behandeln. Der Datenaustausch über Dialoge wie in kbluetooth und blueman ist dabei immer noch möglich.
Das ganze funktioniert bereits überraschend gut – ich habe bisher keine dramatischen Bugs entdeckt und freue mich auf das, was da noch kommt.
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