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Verfasst am 3. Oktober 2010, zur Kaffeezeit.
Seit einiger Zeit befinde ich mich auf der Suche nach einer Alternative zu Google, um eine Suchmaschine für den Alltag zu haben, die datenschutztechnisch zumindest ein wenig angenehmer ist, als die prominente Datenkrake.
Zumindest auf dem ersten Blick ganz interessant ist Ecosia, das zwar nicht mit Datenschutz-, dafür aber mit Rettet-den-Regenwald-Aspekten auf sich aufmerksam macht – dabei jedoch ziemlicher Käse ist. Die Erdnuss hat die Thematik gut zusammengefasst.
Seit einigen Wochen verwende ich nun probeweise häufiger Ixquick, eine Metasuchmaschine, die damit wirbt, keine IPs zu speichern und außerdem – das ist der für mich interessanteste Aspekt – SSL-Verschlüsselung anbietet.
Damit fühle ich mich insbesondere in Drahtlosnetzwerken ein wenig wohler, drum richtete ich Ixquick vorhin auf meinem Notebook als Standardsuchmaschine ein. Doch ich war schon ein wenig überrascht, als ich die Suchfunktion testete:
Ixquick setzt als Geldeinnahmequelle ausgerechnet Google AdWords ein und garniert damit seine Suchergebnisse. Auf meinem Schreibtischrechner verwende ich ein anderes Adblock Plus-Filter-Abonnement als auf dem Laptop, so blieb mir dieses Detail zuvor stets verborgen.
Sicher, Ixquick muss an Kohle kommen, das sei ihnen nicht verwehrt. Aber ein fader Beigeschmack bleibt meines Erachtens trotzdem. Vielleicht beschäftige ich mich doch mal wieder mit Scroogle. Das Anno-1996-Flair der Seitenaufmachung schreckte mich bisher immer ein wenig ab.
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Verfasst am 19. September 2010, abends.
Einen weiteren interessanten Kurzfilm von Alexander Lehmann gab es in der letzten Folge von Extra3 zu sehen.
Er ist eine treffende Antwort auf den „Einsatz“ deutschen Politiker im Kampf gegen Google um die Privatsphäre. Gewohnt hochwertig aufbereitet und meiner Meinung unbedingt sehens- und verbreitungswert. Wer den x3-Podcast nicht ohnehin abonniert hat, findet den Clip auch bei YouTube:
YouTube-Video: X3: Buugle – was Google kann können wir schon lange!
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Verfasst am 31. März 2010, abends.
Das Aus für mein History-Schnüffel-Skript ist besiegelt. :-(
… zumindest für Firefox-Benutzer. Wie heise berichtet, haben sich die Entwickler um das Datenleck gekümmert, das durch CSS besteht und jedem Webseitenbetreiber theoretisch Rückschlüsse auf zuvor vom Nutzer besuchte Seiten erlaubt.
Wie der Trick funktioniert(e), erklärte ich bereits in der Beschreibung für die oben genannte Schnüffelseite. Ich fasse dennoch kurz zusammen:
Der neugierige Webseitenbetreiber präpariert eine Internetseite mit Links auf verschiedene Internetseiten. Browser sind dabei in der Lage, bereits besuchte Links anders zu formatieren; häufig werden nicht geklickte Links blau und besuchte Links violett dargestellt – Gestalter können diese aber ganz nach Belieben formatieren. So ist es auch möglich, eigene Hintergrundbilder nur für besuchte Links einzubinden und genau da liegt das Problem: Man muss als Hintergrundbild nicht zwingend ein .png, .jpg oder .gif angeben, es tut auch bspw. eine präparierte PHP-Datei, die beim Laden etwa einen Eintrag in die Datenbank des „Datendiebs“ schreibt.
Die Firefox-Entwickler schieben dieser gestalterischen Freiheit jetzt jedoch einen Riegel vor. Auszug aus dem Mozilla Security Blog:
Visited links can only be different in color: foreground, background, outline, border, SVG stroke and fill colors. All other style changes either leak the visitedness of the link by loading a resource or changing position or size of the styled content in the document, which can be detected and used to identify visited links.
Es beruhigt mich durchaus ein wenig, dass man sich um diese Problematik kümmert. Heise berichtete bereits 2007 darüber und im Bug-Tracker von Mozilla wurde schon im Jahr 2000 erstmals auf das Problem hingewiesen.
Ich werde die Sache mal weiterhin beobachten und wieder testen, wenn der angepasste Firefox in Repositories von Arch Linux aufgetaucht ist. Außerdem bin ich gespannt, wie vielen Internetseiten man diese neue gestalterische Einschränkung ansehen wird und ob andere Browser nachziehen.
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Verfasst am 2. März 2010, vormittags.
Heise berichtete just:
Die Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Strafverfolgung ist unzulässig. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied am Dienstag, dass die Vorratsdatenspeicherung gegen die Verfassung verstößt. Sie ist dem Urteil zufolge mit dem Telekommunikationsgeheimnis unvereinbar.
Ein wohltuender Hauch der Vernunft, wie ich finde. Ein paar Einschränkungen gibt es zwar noch (so urteilte das Bundesverfassungsgericht nicht über die EU-Richtlinie, die dem deutschen Vorratsdatenspeicherungs-Gesetz zur Grundlage ist), aber ein wichtiger Schritt ist getan. Um es in den Worten des Wohnzimmerhostbloggers zu sagen:
Ich denke heute ist ein guter Tag für unser aller Privatsphäre :-)
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Verfasst am 30. Januar 2010, zur Kaffeezeit.
„Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast!“ – oder zumindest, wo du dich im Internet herumgetrieben hast.
In den letzten Tagen habe ich kein kleines PHP-Skript geschrieben, das anhand der Seitenbesuche eines Benutzers ihm dazu passende Eigenschaften verpasst:
Besuche auf „Social Networks“ werden genauso erkannt, wie Zugriffe auf Schmuddelseiten. Wie das Ganze genau funktioniert, kann man in der Projekt-Beschreibung nachlesen. Ausprobieren kann man’s hier:
Keine Sorge, mir liegt Datenschutz sehr am Herzen – deshalb wird auch nichts dauerhaft protokolliert.
Mit einer frisch geleerten Browser-Chronik ist die Ausgabe des Skripts recht übersichtlich, bitte nicht wundern. Außerdem macht die Firefox-Erweiterung NoScript in ihrer aktuellen Version etwas Probleme: Der Button, um das Skript aufzurufen, ist ausgegraut und lässt sich daher nicht klicken. Warum das so ist, ist mir noch nicht ganz klar – vermutlich sehe ich nur wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht. ;-)
Vorsichtige NoScript-Nutzer können sich das Projekt allerdings mit einem anderen Browser und deaktiviertem JavaScript problemlos ansehen. Alternativ kann man sich natürlich mit einem Blick in den übersichtlichen Quelltext davon überzeugen, dass kein schadhafter JS-Code ausgeführt wird.
Die grundsätzliche Funktion des Skripts wird ohnehin allein durch PHP und CSS realisiert. Wie das genau funktioniert, findet sich wie gesagt in der Projekt-Beschreibung.
Für Anmerkungen und verbesserungsvorschläge bin ich wie immer offen!
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