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Ärger mit Akonadi (Mail Dispatcher Agent)

Verfasst am 25. Februar 2010, mittags.

… mal wieder!

Nachdem ich Akonadi in KDE SC 4.4 endlich dazu bewegen konnte, wenigstens zu starten, kam kurz darauf neuer Ärger. Das Akonadi-Modul Mail Dispatcher Agent meldete sich jeweils beim Starten von Kontact (bzw. Kmail) zu Wort:

[Bildschirmfoto] Akonadi Mail Dispatcher

Bildschirmfoto der Fehlermeldung des „Akonadi Mail Dispatcher“

Fehlermeldung des Akonadi Mail Dispatcher Agent:

Kein Zugriff auf den Postausgangs-Ordner (Unbekannter Fehler. (Unknown resource)) möglich.

Eine Google-Suche förderte leider nur wenig Hilfreiches zutage, deshalb musste ich selbst experimentieren. Fündig wurde ich ich im Konfigurations-Ordner von Akonadi, in dem ich den „Mail Dispatcher Agent“ kurzerhand komplett abgestellt habe. Das ist zwar mal wieder die Holzhammer-Methode. Aber Kontact startet jetzt ohne Akonadi-Fehlermeldungen und das Senden und Empfangen von Mails funktioniert auch noch – scheinbar ist also alles in Ordnung. Wer dasselbe Problem hatte wie ich, kann also auch folgendes ausprobieren:

  1. Die Datei ~/.config/akonadi/agent_config_akonadi_maildispatcher_agent in einem Text-Editor öffnen
  2. Ändere den Teil
    [Agent]
    Online=true
    in
    [Agent]
    Online=false
  3. Starte eine neue KDE-Sitzung (ab- und wieder anmelden) und starte Kontact. Es sollten jetzt keine Fehlermeldungen mehr auftauchen.

Wie schon gesagt: Wirklich elegant ist diese Methode sicherlich nicht, zumal das komplette KDE-System in den kommenden Versionen immer stärker auf Akonadi aufbauen wird. Bis insbesondere KMail aber gar nicht mehr ohne Akonadi auskommen wird vergeht aber hoffentlich noch so viel Zeit, dass der Dienst bis dahin wirklich ausgereift ist. Wie immer gilt also, dass ich nicht dafür garantiere, dass es in Zukunft keine Komplikationen durch diese Problemlösung diesen Workaround geben wird.

So oder so habe ich das Gefühl, dass bei mir ein neues Benutzerkonto fällig ist, denn Strigi macht auf meinem Schreibtischrechner nach wie vor Ärger und schmiert beim Indizieren regelmäßig kommentarlos ab. So schlimm ist das aber nicht, da ich meine Daten für gewöhnlich so sortiere, dass ich sie auch ohne zusätzliche Programme rasch erreichen kann. Außerdem umfasst mein Strigi-Index momentan eine Größe von knapp 500MB – das finde ich sehr happig für einen Dienst, den ich eigentlich gar nicht benötige.

Nachtrag: Erste Hilfe für viele Akonadi-Pannen findet man in der KDE Userbase.

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