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Artikel zum Thema linux

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Syntax-Highlighting mit Nano

Verfasst am 24. Januar 2012, nachmittags.

Vielleicht lebe ich total hinterm Mond, aber gerade eben erst habe ich gelesen, dass Nano automatische Syntax-Hervorhebung beherrscht.

nano ist ein einfacher Texteditor für die Konsole und recht intuitiv bedienbar.

Hervorhebung aktivieren

Zunächst muss sichergestellt werden, dass Definitionsdateien für verschiedene Code-Schemata (XML, CSS, etc.) vorhanden sind. Bei Arch Linux liegen die unter /usr/share/nano/:

$ ls /usr/share/nano/
asm.nanorc      groff.nanorc     nanorc.nanorc  ruby.nanorc
awk.nanorc      html.nanorc      objc.nanorc    sh.nanorc
cmake.nanorc    java.nanorc      ocaml.nanorc   tcl.nanorc
c.nanorc        makefile.nanorc  patch.nanorc   tex.nanorc
css.nanorc      man-html         perl.nanorc    xml.nanorc
debian.nanorc   man.nanorc       php.nanorc
fortran.nanorc  mgp.nanorc       pov.nanorc
gentoo.nanorc   mutt.nanorc      python.nanorc

Um diese beim Start automatisch zu verwenden, benötigt man eine nano-Konfigurationsdatei. Für einzelne Nutzer wäre das ~/.nanorc, für alle Nutzer entsprechend /etc/nanorc.

Für jede Syntax muss in dieser Datei eine Zeile wie die folgenden auftauchen:

include "/usr/share/nano/css.nanorc"
include "/usr/share/nano/html.nanorc"
include "/usr/share/nano/php.nanorc"

Benutzung

Die Hervorhebung ist automatisch beim Start von Nano aktiviert, wenn eine Datei entsprechend erkannt wird.

Temporär abschalten lässt sie sich mit Alt + Y oder durch Aufrufen per nano -Y none [Datei] – dies ist bei großen Dateien u.U. von Vorteil. Um eine Art der Hervorhebung zu erzwingen, startet man Nano mit nano -Y [Schema] [Datei], also etwa nano -Y xml newsfeed.rss.

[Bildschirmfoto] Syntax-Highlighting in GNU nano

Automatische Syntaxhervorhebung in Nano bei einer CSS-Datei

Das Highlighting ist nicht ganz perfekt – dafür muss man wohl auf Alleskönner wie vim ausweichen – aber für die meisten Zwecke ist es anscheinend ganz brauchbar.

Weblinks

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Unverhoffter Besucherschub

Verfasst am 16. Oktober 2011, abends.

Huch? Kein frischer Content und trotzdem ein Sprung in den Besucherzahlen? Die laut Besucherstatistik ausschlaggebenden Suchbegriffe waren die Klassiker für meinen Blog: Probleme mit Akonadi, Strigi, Kontact usw.

[Diagramm] Besucherzahlen auf andwil.de/blog

Vervierfachte Besucherzahlen im Blog – Kubuntu 11.10 ist da.

Doch wie kam’s? Das Release der letzten KDE-Softwarecompilation war doch bereits im Juli. Kurze Recherche: Kubuntu 11.10 ist erschienen. Und offenbar hat man die Problemchen, über die ich im Februar 2010 schrieb immer noch nicht im Griff.

Interessieren würde mich mal, ob die alten Tipps und Workarounds noch funktionieren. Da ich seit einem halben Jahr mit Xfce absolut zufrieden bin, kann ich das selbst leider nicht mehr prüfen.

Nur wenn ich mir das Eyecandy von KDE 4 ansehe, packt mich noch die Lust zum Wechseln – aber eigentlich … nö. :-)

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Xfce: Nützliche Shortcuts anlegen

Verfasst am 29. Juli 2011, zur Kaffeezeit.

In Zu meinen KDE-Zeiten war ich es gewohnt, den Shutdown-Dialog per Strg + Alt + Entf zu erreichen – Unter Xfce gibt es diesen Shortcut standardmäßig nicht.

Um ihn nachzurüsten hangelt, man sich ins Einstellungsmenü (Einstellungen → Tastatur → Tastenkürzel für Anwendungen). Dort legt man ein neues Tastenkürzel an, das den Befehl xfce4-session-logout ausführt.

Als Taschenrechner verwendete ich unter KDE SpeedCrunch – eine übersichtliche Qt-Applikation. Unter Xfce bin ich momentan mit der kleinen GTK-Anwendung GCalctool sehr zufrieden. Diese lässt sich im oben genannten Optionsdialog natürlich auch einer Tastenkombination zuweisen.

Weitere Shortcuts, die ich in allen Xfce-Installationen anlege, sammle ich einem gesonderten Artikel in der Linux-Rubrik.

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Instrumente stimmen unter Linux

Verfasst am 31. März 2011, mittags.

Seit einigen Wochen bin ich mich mal wieder dabei, ein bisschen Gitarre zu üben. Fürs Stimmen des Instruments muss noch der Rechner herhalten, so lange mein Gehör dafür nicht taugt.

Ich verwende hierfür das kleine Programm Lingot (LINGOT Is Not a Guitar-Only Tuner), das eine übersichtliche Gtk-Oberfläche anbietet, die einem beim Stimmen sämtlicher Instrumente hilfreich ist.

[Bildschirmfoto] Ausgabe von Lingot beim Stimmen meiner Gitarre

Lingot bietet eine übersichtliche GUI und ist einfach zu konfigurieren.

Lingot ist frei unter den Bedinungen der GPL und in den Repositorien vieler Distributionen erhältlich. Für Arch gibt es ein Paket im AUR.

Probleme

PulseAudio: Cannot open audio device plughw:0

Ich wurde beim ersten Start mit den Worten

Cannot open audio device plughw:0. Das Gerät oder die Ressource ist belegt.

begrüßt. Wer (wie ich) PulseAudio auf seinem System verwendet, schafft Abhilfe, indem er unter EditEinstellungen das Audio Device auf default ändert. Damit funktioniert auch mein USB-Mikrophon.

Rauschen unterdrücken

Wenn der Zeiger bereits bei völliger Stille permanent ausschlägt, ist der Rausch-Schwellwert zu gering gewählt. Unter EditEinstellungenAdjustments lässt sich dieser dann auf ein höheres Niveau schieben.

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Geocaches verwalten mit OpenCacheManager

Verfasst am 2. März 2011, mittags.

Geocacher mit Windows-Rechnern verwalten ihre Homezone gern mit GSAK, einem mächtigen Closed-Source-Programm. Der Linux-Welt fehlte bislang ein solches Werkzeug, doch mit dem OpenCacheManager soll sich dies ändern. Das Programm ist frei (Apache-Lizenz 2.0), quelloffen, kostenlos und basiert auf dem GTK+. Klingt doch super so weit?

Es lassen sich Wegpunkte im .loc- und .gpx-Format importieren (auch .zip-komprimiert) und auf einer Karte darstellen. Seit Version 0.23.6 wird dafür OpenLayers verwendet, so dass sich leicht verschiedene OpenStreetMap-, aber auch bspw. Google-Karten einbinden lassen.

[Bildschirmfoto] OpenCacheManager 0.23.6 mit OpenStreetMap und Geocache-Info

OpenCacheManager 0.23.6 mit „deutschem“ OpenStreetMap-Stil und geöffneter Geocache-Kurzbeschreibung

Damit eignet sich OCM besonders für Geocaching.com-Premium-Nutzer, die mit PocketQueries bequem eine große Menge an Cache-Daten einlesen können. Doch auch für Geocacher ohne Premium-Konto mag das Programm interessant sein, da man z.B. seine „Ratehaken“ nett verwalten kann: Gelöste Mysteries lassen sich mit Final-Koordinaten versehen, die auf der Karte angezeigt und gespeichert werden, um sie „bei Gelegenheit“ vor Ort zu loggen.

Ein Export aller Wegpunkte aufs GPS-Gerät ist ebenfalls möglich (GPSBabel erledigt das im Hintergrund).

Natürlich ist es bis zum Funktionsumfang von GSAK noch weiter Weg und insbesondere Statistik-Funktionen sind noch gar nicht implementiert. Das Projekt ist jedoch noch jung und entwickelt sich momentan sehr schnell; Schrottie hält einem da gut auf dem Laufenden.

Ich benutze den OpenCacheManager jetzt ein seit paar Wochen und finde ihn bereits sehr bequem und gut nutzbar. Wie’s mit einer Windows-Version des Programms aussieht, konnte ich jetzt nicht herausfinden. Theoretisch sollte das aber möglich sein, da OCM in C# geschrieben ist und GTK auch unter Windows läuft. [Nachtrag: vgl. Schrotties Kommentar ]

Für Ubuntu gibt es fertige .deb-Pakete auf SourceForge, Arch-Nutzer können aufs AUR zurückgreifen.

Allen Open-Source-interessierten Geocachern kann ich das Tool nur empfehlen. Man darf wohl gespannt sein, was das Programm bis zur Version 1.0 noch alles lernen wird.

Weblinks:

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Microsoft: A Few Perspectives on OpenOffice.org

Verfasst am 15. Oktober 2010, zur Kaffeezeit.

Microsoft erklärt uns, warum OpenOffice.org in Unternehmen eine schlechte Wahl ist und warum MS Office viel besser weniger schlecht ist. Wer kein Silverlight hat, kann sich die Aussagen enttäuschter FOSS-Nutzer auch bei YouTube anhören.

Eigentlich möchte ich das Video gar nicht ernstnehmen, aber auf einige Kritikpunkte will ich doch kurz eingehen, weil man immer wieder von ihnen liest:

Es beginnt wie so häufig in Konflikt FOSS vs. proprietäre Software: Der Umstieg auf Freie Open-Source-Software kostet Zeit und Geld. Das scheint die Leute immer wieder zu überraschen. Wie lange hat es gedauert, alle deutschen Büros von Schreibmaschinen auf Computer umzustellen? Bei manchen Behörden möchte man meinen, dieser Prozess halte immer noch an. Und natürlich kosten Installationen, Wartung, Schulungen und Support Geld, wenn man sich im professionellen Rahmen bewegt.

Es scheint, als seien Migrationen auf FOSS in vielen Fällen kaum durchdacht und mit völlig weltfremden Vorstellungen verbunden. Ein passendes Praxisbeispiel hierfür ist auch das Scheitern der Umstellung auf Linux im schweizerischen Kanton Solothurn.

Die Unterstützung von Macros ist mangelhaft; die IT-Abteilung empfiehlt dem Mitarbeiter stattdessen MS Excel einzusetzen. Über die praktischen Einsatzmöglichkeiten von Makros in OOo weiß ich tatsächlich nicht viel, aber hier denke ich zunächst an zwei Dinge: Bequemer IT’ler und vor allem an Excel-Alptraum-Mappen, mit denen Unternehmer krampfhaft versuchen, um eine echte Datenbank-Lösung herumzukommen. Gerade letzteres scheint eine weit verbreitete Unsitte zu sein und eigentlich ist man nur froh (und gleichermaßen überrascht), dass das Excel-Konstrukt, das in den letzten 10 Jahren organisch gewachsen ist, immer noch irgendwie funktioniert – solang man nicht zu viel daran herumfummelt.

Arbeitskräfte sind im Umgang mit MS Office geschult und müssen die Bedienung von OOo neu lernen. Gut, da mag was dran sein. Dennoch: Mit Office 2007 hat Microsoft das Bedienkonzept seines Office-Pakets praktisch komplett verändert (Stichwort: Ribbons. Ich stelle mir folgendes Szenario vor: 50 Bürokräfte steigen um von MS Office 2003 auf MS Office 2007. Die anderen 50 wechseln auf OOo. Welche Hälfte muss länger geschult werden? Ich weiß es nicht und ich glaube nicht, dass es repräsentative Studien zu dem Thema gibt. So oder so: Dieses Argument hinkt.

Einen hab ich noch: Formatierungsprobleme, insbesondere beim Austausch mit Außenstehenden. Noch heißer ist die Kritik einer Lehrerin: Schüler, die Dateien mit OOo konvertiert haben, hatten Formatierungsprobleme, wodurch sich ihre Noten verschlechtert haben. Würde Microsoft sich wie OpenOffice.org konsequenter an international genormte, quelloffene Standards für Dateiformate (OpenDocument) halten, hätten die Jungs dieses Problem ganz von allein gelöst. Aber Microsoft ist in der Vergangenheit schließlich bereits oft genug an der Interoperabilität innerhalb eigener Programmversionen gescheitert.

Insgesamt ist dieses Video ein ziemlich Eigentor und die dutzendfach wiedergekäuten „Argumente“ sind nur noch ermüdend.

(via Linux und Ich)

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sidux-Projekt eingestellt (II)

Verfasst am 12. September 2010, abends.

Da habe ich zu früh gebloggt: Noch am selben Tag gab es offizielle Neuigkeiten (die News-Meldung ist scheinbar rückdatiert auf den 09.09.2010). sidux wurde offiziell zu Grabe getragen, wird jedoch unter dem Namen aptosid weitergeführt. Die offizielle Begründung aus der News-Meldung:

Die Namensänderung wurde leider im Rahmen der Querelen der letzten Monate mit dem sidux e.V. notwendig.

  • Der Verein hat es bisher nicht geschafft, eine längst fällige Jahreshauptversammlung abzuhalten, die letzte wurde mitten drin abgebrochen.
  • Es gibt seit längerem keinen Finanzbericht und der Schatzmeister hat in letzter Zeit nicht mit dem Vorstand kommuniziert.
  • Da der Verein die Domains und das Trademark hält, aber offensichtlich nicht mehr viel Interesse an der Unterstützung des Projekts hat, blieb als letzte Konsequenz nur die Umbenennung des Projekts …

(Formatierung von mir)

Änderungen für den Endanwender gibt es kaum, lediglich die Repositorien müssen angepasst werden – darum kümmert sich jedoch der Upgrade-Prozess selbstständig.

Schön, dass es weitergeht und beide Seiten haben sicher viel aus der Situation gelernt. Umso gespannter bin ich nun, wie sich die junge/alte Distribution entwickeln wird.

Den Namen finde ich jedenfalls ganz witzig, verbindet er doch über das prominente Debian-Werkzeug apt-get über „OS“ mit dem Spitznamen „sid“ des Unstable-Zweiges. So griffig wie sidux ist er allerdings meiner Meinung nach nicht – aber darauf kommt es auch nicht an.

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sidux-Projekt eingestellt (I)

Verfasst am 11. September 2010, mittags.

Es ist nun schon eine Weile länger her, dass ich die auf Debian unstable („sid“) basierende Linux-Distribution sidux verwendete. Ich verlor sie seitdem ein wenig aus den Augen und las nun beim Trompetenkäfer, dass das Projekt offenbar gescheitert ist.

Die konkreten Gründe dafür herauszubekommen ist gar nicht so einfach. Zwischen den Zeilen des sidux-Forums liest man, dass Querelen zwischen Entwicklern und dem sidux e.V der Grund dafür waren.

Der Verein hatte den Zweck, sidux finanziell und tatkräftig zu unterstützen, sowie rechtlich zu vertreten. Was genau nun der Grund für die Komplikationen war, konnte ich bislang nicht herausfinden. Es scheint schlicht um zwischenmenschliche Konflikte gehen und letztlich wohl auch um Geld.

Nach einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im IRC (Sitzungsprotokoll ist online) sieht es nun so aus, als würden Distributionsentwickler und Verein künftig getrennte Wege gehen; einige Vorstandsmitglieder haben sich bereits zurückgezogen.

Im Forum ist ferner zu lesen, dass das Entwicklerteam aber weiterhin zusammenarbeiten und unter neuem Projektnamen (bislang steht dieser noch nicht fest) weiterarbeitet.

Ich finde es immer sehr schade, wenn gute OpenSource-Projekte wegen zwischenmenschlicher Probleme leiden und gebremst werden. Aber langwierige Streitereien haben im Debian-Umfeld ja auch irgendwie Tradition; man darf gespannt sein, wie’s weitergeht und wann Verein und Entwickler mit aktuellen konkreten Informationen herausrücken. Seinen Höhepunkt hatte der Konflikt wohl bereits Ende Juli oder Anfang August erreicht.

Nachtrag vom 12. September:

Genug spekuliert, es liegen interessante Neuigkeiten vor.

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zsh – die bessere Shell (?)

Verfasst am 15. August 2010, früh abends.

Seit ein paar Jährchen bin ich nun schon mit Linux unterwegs und benutze dabei täglich ein Werkzeug: Die Bash. Ich hab sie nie hinterfragt, sondern einfach als mächtiges Werkzeug hingenommen, das der MS-DOS-Shell um Längen voraus ist.

Natürlich gibt es auch Alternativen, doch angesehen habe ich mir diese nie – bis heute. Burn a Church fasst in einem neuen Artikel nämlich die Vorzüge der Z-Shell (zsh) zusammen und hat mich auf Anhieb neugierig gemacht.

Ich habe mir zsh jetzt installiert, konfiguriert und als Standard-Shell gesetzt. Ich bin bereits ein wenig angetan von einigen Vorzügen:

  • Fehlerkorrektur/Rechtschreibprüfung bei Befehlen
  • Bequemere Tabulator-Vervollständigung
  • sehr flexibel konfigurierbar

Wenn ihr bisher genau so gedacht habt wie ich, schaut euch den Blogeintrag mal an. Dieser präsentiert ein paar interessante Funktionen der Zsh (inkl. Screenshots), gibt Tipps zur Konfiguration und bietet für ganz ungeduldige sogar eine „fertige“ Konfigurationsdatei zum Download an.

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Noch 2 Tage: Machinarium für 5$

Verfasst am 10. August 2010, früh abends.

Gerade bei Linux und Ich gelesen:

Das 2D-Click-And-Point-Adventure Machinarium ist noch bis zum 12. August für nur 5 US-Dollar erhältlich. Machinarium besticht durch charmante Grafik, ein eben so simples wie geniales Spielprinzip und hübsche Musik. Eine Demo-Version kann online direkt im Browser angetestet werden. Da das ganze auf Flash basiert, läuft das Spiel unter Windows genau so gut wie unter MacOS und Linux.

Ich bin ein bisschen begeistert und habe direkt zugeschlagen. Wermutstropfen dabei:

  • Beim Kauf muss ein vollständiger Name, sowie Adresse und Telefonnummer angegeben werden.
  • … dennoch erhält man das Programm (zum genannten Preis) lediglich als Download.

Deutsche Kunden müssen außerdem die Mehrwertsteuer von 19% berappen. Der Preis liegt damit letztlich bei 4,71€. Dennoch: Bei Amazon muss man 28,99€ auf den Tisch legen.

Seltsames Gefühl: Ich glaube, das war so eben das erste mal seit 2006, dass ich Geld für Software ausgegeben habe – (kostenlose) freie Software macht’s möglich. :-)

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Bluetooth unter KDE

Verfasst am 10. August 2010, früh abends.

Da ich ja vor kurzem in den erhabenen Zirkel jener geraten bin, die ihren Rechner per USB-Dongle mit Bluetooth-Geräten verbinden (ja, ich bin gerne etwas langsam mit technischen Neuerungen ;-)), stellte sich die Frage, wie ich dies in die Praxis umsetze.

KDE hat eine hauseigene Bluetooth-GUI (kbluetooth), die in vielen Fällen offensichtlich aber eher schlecht als recht läuft, weshalb KDE-Nutzer gezwungenermaßen oft auf das GTK-Pendant Blueman zurückgreifen. Zwar nicht weiter schlimm, aber GTK-Anwendungen in KDE sind nun mal nicht jedermanns Sache.

Abhilfe soll BlueDevil schaffen, der offizielle Nachfolger von kbluetooth. Es befindet sich noch in der Entwicklung und hat es somit nicht mehr in die heute erschienene KDE SC 4.5 geschafft. Man kann sich das Programm jedoch bereits aus dem GIT-Repositorium kompilieren. Arch-Nutzer kommen gewohnt bequem und ohne großen Aufwand übers AUR zum Ziel; kompilierte Pakete für andere Distributionen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

[Bildschirmfoto] Zugriff aufs Mobiltelefon mit Dolphin

Dank BlueDevil kann man bspw. Mobiltelefone auch per Dateimanager durchsuchen und Dateien austauschen.

BlueDevil integriert sich gut in KDE: Es lässt sich über die Systemeinstellungen konfigurieren und ermöglicht Programmen wie Dolphin direkten Zugriff auf Bluetooth-Geräte – Mobiltelefone lassen sich dadurch fast wie USB-Speichersticks behandeln. Der Datenaustausch über Dialoge wie in kbluetooth und blueman ist dabei immer noch möglich.

Das ganze funktioniert bereits überraschend gut – ich habe bisher keine dramatischen Bugs entdeckt und freue mich auf das, was da noch kommt.

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Pidgin: „Aufmerksamkeit!“-Button loswerden

Verfasst am 14. Juli 2010, nachmittags.

Seit Version 2.7 enthält das Chat-Fenster des ansonsten grandiosen freien Multi-Protokoll-Instantmessengers Pidgin standardmäßig einen „Aufmerkmankeit!“-Button. Wenn man glaubt, dass der Gesprächspartner am Rechner eingepennt ist, klickt man darauf und bei ihm ertönt ein Signal und das Fenster wird optisch hervorgehoben.

Wenig praktisch meiner Ansicht nach und vor allem ist Button ein ganzes Stück zu groß geraten und lässt sich nicht ausblenden. Er sorgt außerdem dafür, dass das Gesprächsfenster eine ziemlich große Mindestbreite hat und ist zu allem Überfluss in manchen Protokollen (z.B. ICQ) ohnehin ausgegraut.

Ich stieß nun auf das Plugin Pidgin Toolbar Shrink, mit dem man zwar nicht den kompletten Aufmerksamkeits-Button entfernen kann, dafür aber die Beschriftung einzelner Schaltflächen [Update: wahlweise ganze Buttons oder nur die nebenstehenden Beschriftungen ausblenden kann ]1.

[Bildschirmfoto] Pidgin mit und ohne Pidgin-Toolbar-Shrink

Das Gesprächsfenster wird durch Pidgin-Toolbar-Shrink deutlich kompakter.

Das Plugin muss heruntergeladen und per Hand kompiliert werden (Anleitung liegt bei). Ubuntu-User können ein bereitgestelltes PPA nutzen, um das Plugin schnell zu installieren. Für Arch-Nutzer habe ich ein kleines PKGBUILD geschrieben:

pkgname=pidgin-toolbar-shrink
pkgver=1.0
pkgrel=1
pkgdesc="Plugin to shrink Pidgin’s toolbar (e.g. attention-button)"
arch=('i686' 'x86_64')
url="https://launchpad.net/pidgin-toolbar-shrink/"
license=('GPL')
depends=('pidgin')
source=(http://launchpad.net/pidgin-toolbar-shrink/trunk/$pkgver/+download/$pkgname-$pkgver.tar.gz)
md5sums=('02698621427f5022a3f4ee1532ddc9fe')

build() {
  cd $startdir/src/$pkgname-$pkgver
  ./configure --prefix=/usr || return 1
  make || return 1
  make DESTDIR=$startdir/pkg install || return 1
}

Die Benutzung erfolgt wie immer auf eigenes Risiko. Das Plugin steht unter GNU GPL v2 zur Verfügung.

(via)

Weblinks:

1 Update hinzugefügt am 6. Februar 2011.

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Höhenprofile grafisch darstellen

Verfasst am 7. Juni 2010, früh abends.

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass ich GPS zum Geocachen und zum Kartographieren benutze. Für letzteres habe ich mir angewöhnt, auf Fahradtouren das Tracking zu aktivieren. Das heißt, dass alle x Sekunden Wegpunkt gespeichert wird, aus dem man hinterher am Rechner die gefahrene Route, Geschwindigkeiten und einiges mehr ablesen kann.

Mit dem Java-Programm Prune (veröffentlicht unter GPL) habe ich die aufgezeichneten Tracks bislang immer ein bisschen korrigiert, bevor ich sie auf die Server von OpenStreetMap lade (z.B. arg danebenliegende Wegpunkte entfernt, die vor allem unmittelbar nach dem Einschalten des GPS-Empfängers entstehen; außerdem entferne ich den Abschnitt, der direkt zu meiner Haustür weist).

Eine hübsche Funktion des Programmes ist mir aber bis vor kurzem noch gar nicht aufgefallen: Unter „Ansicht“ → „Diagramme“ kann man u.a. hübsche grafische Höhenprofile erstellen.

[Diagramm] Grafisches Höhenprofil

Mit „Prune“ aus einem selbst aufgezeichneten GPS-Track erstelltes grafisches Höhenprofil.

Diese können direkt am Bildschirm betrachtet oder im SVG-Format gespeichert werden (Beispiel). So kann man sich nach dem Ausflug ansehen, was man vorher geleistet hat und sich ggf. selbst auf die Schulter klopfen. Möglich ist auch, sich Geschwindigkeitsprofile oder die zurückgelegte Wegstrecke über der Zeit anzeigen zu lassen.

Meine Hand würde ich diesem Fall allerdings nicht für die Richtigkeit aller Höhen-Werte des obigen Beispiels ins Feuer legen: Über 200 Meter über Normal-Null war ich sicher nicht unterwegs – schon gar nicht hier in Schleswig-Holstein. ;-) Zumindest im Groben kommen die Werte aber hin.

Bedingung für das erstellen der Diagramme mit Prune: Gnuplot muss installiert sein (Linux-User installieren einfach das gleichnamige Paket).

[Bildschirmfoto] Prune im Einsatz

„Prune“ mit geladenem GPS-Track (blau) und zugehörigem OpenStreetMap-Ausschnitt. Fenster im Vordergrund: Höhenprofil des Tracks

Arch-Nutzer können Prune übrigens aus dem AUR installieren, gnuplot befindet sich in extra. Bedingung für die Benutzung von Prune ist ein installiertes Java Runtime Environment.

Nachtrag (09.09.2010): Wer sich die totale Kontrolle und mehr Variationsmöglichkeiten wünscht, möchte vielleicht mit OpenOffice.org oder Excel Diagramme ganz nach Belieben erstellen. Hierfür habe ich eine ausführliche Anleitung verfasst.

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Ein Jahr Arch Linux

Verfasst am 1. April 2010, früh abends.

Genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich zu Arch Linux wechselte.

Ich bereue nichts und kann mir momentan keinen Grund für einen weiteren Wechsel meiner Distribution vorstellen. Ich hoffe, das wird noch lange so bleiben!

(Man möge mir diesen etwas informationslosen Beitrag verzeihen. Wo ich mir aber meine Feeds so ansehe, kann ich mir aber vorstellen, dass einige Leser froh sind, mal eine Meldung zu lesen, die kein Aprilscherz ist. Vielleicht reiche ich demnächst sogar eine differenziertere Abhandlung über Arch Linux nach. ;-))

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KDE4 und die Uhrzeit

Verfasst am 28. März 2010, mittags.

Na, dran gedacht alle Uhren umzustellen? Mein PC nicht. Im Konfigurationsmenü wollte ich deshalb vorhin die Uhrzeit eine Stunde nach vorn schrauben, als ich die Option „Datum und Uhrzeit automatisch setzen“ fand. Das ist ja noch besser! Haken gesetzt und bestätigt.

Doch dann diese wenigsagende Fehlermeldung:

Es kann keine Verbindung zum Zeitserver hergestellt werden: . [sic]

[Bildschirmfoto] Uhrzeit-Einstellungsdialog von KDE4

Fehlermeldung beim Aktivieren der automatischen Einstellung der Uhrzeit

Was KDE4 hier fehlte, war lediglich das Paket ntp; es enthält die nötigen Werkzeuge, um die System-Uhrzeit per Network Time Protocol zu regulieren. Arch-Nutzer installieren es wie gewohnt mit pacman -Sy ntp. In der Debian-Welt hat das Paket denselben Namen und sollte sich deshalb auf selbe Weise mit apt-get organisieren lassen.

Die Synchronisierung der Systemzeit lässt sich natürlich auch ohne KDE4 einstellen. Hierfür empfehle ich jetzt aber nur, ein Wiki deiner jeweiligen Distribution zu konsultieren.

Hier noch ein wening weiterführende Lektüre:

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Daten vom FTP mit rsync sichern

Verfasst am 27. März 2010, abends.

Im folgenden erkläre ich, wie Kunden von Webhostern bequem die Daten ihrer Internetseiten sichern können.

Dass sich rsync hervorragend für zeit- und übertragungsdaten-sparende Backup-Lösungen eignet, erzählte ich bereits in einem umfangreicheren Artikel. Es wäre doch auch toll, diese Technik für den FTP-Server zu benutzen! Leider kann rsync ohne Weiteres nicht auf FTP-Server zugreifen. Wie es trotzdem funktioniert, lernte ich dort. Auch als Gedächtnisstütze für mich, werde ich hier erläutern, wie es gemacht wird:

Zunächst benötigen wir das Programm curlftpfs, das in den Repositorien der meisten Distributionen unter selbem Namen vorliegen sollte. Mit diesem Werkzeug kann man FTP-Server fast genau wie beliebige Laufwerke in das heimische Dateisystem einbinden.

Um den ganzen Vorgang ein wenig zu beschleunigen, bietet sich ein kleines Skript an, das in etwa so aussehen könnte und bereits einen beispielhaften rsync-Befehl enthält:

#!/bin/bash

# „mounte“ den FTP-Server unter /media/ftp. Dieses
# Verzeichnis vorher ggf. mit „sudo mkdir /media/ftp“
# erstellen!

curlftpfs ftp.meinbeispielhoster.de /media/ftp 

# Jetzt die Sicherung mit rsync vornehmen. Folgende
# Parameter werden verwendet:
#
# --delete-after: Alte Backup-Dateien werden nach der
#                 Übertragung gelöscht. 
# -r:             sichere auch Unterverzeichnisse
# -P:             Gibt eine Fortschrittsanzeige aus
# --exclude-from: Verweise auf eine Text-Datei, in
#                 der vom Backup auszuschließende
#                 Dateien und Ordner vermerkt sind

rsync -rP --delete-after --exclude-from=$HOME/rsync_exclude.txt /media/ftp $HOME/Webseiten-Backups

# Einbindung des FTP-Servers wieder lösen

fusermount -u /media/ftp

Weitere Erläuterungen:

Dein FTP-Server ist vermutlich passwortgeschützt. Du kannst die Zugangsdaten entweder direkt in den Befehl einbauen (curlftpfs benutzername:passwort@ftp.meinbeispielhoster.de /media/ftp) oder in der Datei ~/.netrc ablegen. Die Datei muss nach diesem Schema aufgebaut sein:

machine ftp.meinbeispielhoster.de login MeinBenutzername password MeinPasswort

Die im Skript genannte Exclude-Datei ist natürlich optional. Ich verwende sie, um bspw. temporäre Dateien und Log-Files nicht zu sichern. Dateien und Ordner mit rsync auszuschließen, ist ein wenig ungewohnt. Die genannte rsync_exclude.txt könnte etwa so aussehen:

# Ich gehe von der folgenden beispielhaften Ordner-
# Struktur aus:
#
#  .
#  |-- meineseite
#  |   |-- piwik
#  |   |   `-- tmp
#  |   |
#  |   `-- textpattern
#  |       `-- tmp
#  |
#  `-- logs
#
# Es können alle tmp-Verzeichnisse ignoriert werden.
# Außerdem möchte ich den Ordner „logs“ im
# Stammverzeichnis aus dem Backup ausschließen.
# So könnte man dies bewerkstelligen:

- **/tmp
- logs

Wie gezeigt müssen alle Pfade relativ sein. Die Benutzung von „Wildcards“ (*) ist dabei erlaubt. Genauere Details zu den sogenannten Exclude-Patterns finden sich in der Manpage von rsync (siehe unter „INCLUDE/EXCLUDE PATTERN RULES“). Das Ganze sieht komplizierter aus, als es ist. Notfalls versucht man eben per Versuch und Irrtum die richtige Ausschlussregel zu formulieren oder verzichtet komplett darauf.

Und damit haben wir auch schon alles, was wir für ein schlankes Backup brauchen. Wer will, kann aus dem Skript natürlich einen Cronjob machen und es auf diese Weise bspw. täglich oder wöchentlich automatisch ausführen lassen.

Noch ein wenig Lektüre zum Thema:

Betreiber von Blogs, Gästebüchern, Foren, etc. pp., möchten vielleicht auch den Inhalt ihrer MySQL-Datenbank bequem sichern. Über dieses Thema habe ich mich auch schon ausgelassen.

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RTFM

Verfasst am 22. März 2010, zur Kaffeezeit.

Manchmal frage ich mich, was in den Leuten so vorgeht. Vor allem dann, wenn mich eine Nachricht wie diese ereilt:

Hallo. Hab deine ICQ ausm UbuntuUsers.de . Hättest du grad Zeit uns Lust mir bei einem Partitionierungproblem zu helfen?

Glück für den Fragesteller in dem Moment: Ich war dank Sonne und kochend heißem, schwarzen Kaffee gut gelaunt und außerordentlich hilfsbereit. So wies ich den Fragenden darauf hin, dass er mal einen Blick ins Wiki werfen sollte, wenn er Ubuntuusers.de schon gefunden hat. Das ist nämlich echt super. Notfalls würde man ihm sicher zuverlässig und schnell im Forum oder IRC helfen.

Jeden Tag eine gute Tat, dachte ich mir. Doch zwanzig Minuten später das:

Schuldige die nochmalige Störung. Welcher [IRC-]Client ist denn deiner Meinung nach der beste. Ich benutze Gnome

Wie gesagt, ich war gut drauf und entsprechend geduldig. Also erklärte ich ihm nochmals Sinn und Zweck eines Wikis und insbesondere der Suchfunktion. Dazu reichte ich ihm sogar einen passenden Link zur Lektüre. Dann:

Wiki finde ich auch super aber ich denke dass mir mit ein paar Sätzen geholfen ist und dafür will ich einfach nicht ewig suchen müssen

m(

Ich weiß nicht, weshalb mich so eine Einstellung noch immer aufregen kann. Ebensowenig weiß ich, woher ich die Geduld nehme, dennoch auf derartige Nachrichten einzugehen. Wie dem auch sei: Nach einem höflichen Hinweis, dass man insbesondere in Linux-Foren und -Chats eine gewisse Eigeninitiative erwartet, kam keine Antwort mehr vom DAU.

Vielleicht hätte ich ihm stattdessen den offenen Brief von burn a church mit auf den Weg geben sollen. Der kommt zwar langsam in die Jahre, ist aber offenbar völlig zeitlos.

(Es ist sonst nicht meine Art, Chat-Protokolle zu veröffentlichen – betrachtet dies ruhig als Ausnahme. Übrigens: Wer sich ärgert, dass hier im Blog ja nur Nerd-Krempel über Linux geschrieben wird; seid beruhigt, diese Woche beginnt für mich das Semester und vielleicht habe ich somit bald wieder so etwas wie ein abwechslungsreiches RealLife, nachdem sich mein Leben in den letzten Wochen überwiegend um Mathematik II und andere Kellerkind-Angelegenheiten gedreht hat.)

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Die Leiden des jungen Nerds

Verfasst am 18. März 2010, vormittags.

Feststellung des Tages: Uralte Linux-Live-CDs sind für Recherche-Zwecke, wenn der Rechner nicht mehr bootet, völlig ausreichend. Wenn sie allerdings so alt sind, dass man seine Ext4-Partitionen nicht einbinden kann, wird es Zeit, sich eine neue zu brennen (Immerhin: Mal wieder mit KDE3 zu arbeiten war irgendwie ganz nett).

Zweite Feststellung des Tages: GRUB-Probleme vor dem ersten Kaffee machen keinen Spaß.

Befehl des Tages an alle: Hört mehr Katzenjammer und kontrolliert nach jedem GRUB-Upgrade die verdammte /boot/grub/grub.cfg.

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Den Server-Status im Blick behalten

Verfasst am 15. März 2010, früh abends.

Taugt mein Webhoster was? Lebt der Apache noch? Was treibt mein Mail-Server?

Diese Fragen können sich KDE-Nutzer bequem beantworten lassen. Das Server Status Widget prüft die Verfügbarkeit beliebiger Server per Ping oder TCP-Connect und gibt entsprechend Auskunft:

[Bildschirmfoto] Server Status Widget

Das „Server Status Widget“ in Aktion

Das Plasmoid ist naturgemäß ausgezeichnet in KDE integriert und nutzt dessen Benachrichtigungssystem. Es lassen sich also verschiedene Benachrichtigungsarten verwenden, wenn ein Host nicht mehr oder wieder erreichbar ist.

Standardmäßig gibt Knotify eine Meldung über den System-Tray aus. Es lassen sich zusätzlich Tonsignale angeben, ein Log-File führen oder externe Anwendungen starten.

Das Plasmoid gibt es zum Download bei KDE-Look.org. Arch-Nutzer können es direkt mit yaourt -S plasma-server-status-plasmoid installieren.

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MySQL-Backups beim Webhoster

Verfasst am 26. Februar 2010, früh abends.

Kürzlich zeigte ich, wie man bequem an tägliche MySQL-Backups kommt. Dafür verwendete ich einen Cronjob, der auf dem heimischen System lief. Doch nicht jeder Webhoster erlaubt es Kunden (oder auch Hackern) von „zuhause aus“ auf seinen Datenbank-Server zuzugreifen – so auch meiner seit einigen Tagen.

Dafür bieten viele Hoster jedoch ihren Kunden ebenfalls Cronjobs auf ihren Servern an. In meinem Fall ist ein Cronjob, der alle 24 Stunden ausgeführt wird und den Prozessor maximal eine eine Minute lang foltert, sogar kostenlos und Bash-Skripte sind neben PHP auch erlaubt.

1.) Datenbank-Backup auf dem Server erstellen

Unseren alten Bash-Zweizeiler kann man mit minimalen Änderungen per FTP hochladen. So könnte er aussehen:

#!/bin/bash
mysqldump -hdatenbank.meinhoster.example -ubenutzername-pgeheimespasswort -C --all-databases > MeineDatenbank.sql

Wichtiger Hinweis: Achte unbedingt darauf, dieses Skript an eine Stelle hochzuladen, an die niemand ohne Passwort per http kommen kann! Damit meine ich: Wenn jemand einfach über http://www.meineseite.de/mysqlsicherung.sh o.ä. an das Skript kommt (in dem deine Datenbank-Zugangsdaten im Klartext stehen) ist Holland in Not!

Die Bash-Datei muss man jetzt noch im Administrations-Backend bei seinem Hoster als Cronjob einrichten. Daraufhin wird bspw. alle 24 Stunden eine Datei MeineDatenbank.sql erzeugt (die alte Datei wird jeweils überschrieben).

2.) Das Backup auf den heimischen PC übertragen

Jetzt müssen wir das Backup nur noch nachhause holen. Linux-Nutzer erledigen das wieder ganz bequem mit einem Skript, das auf dem heimischen Rechner z.B. unter /etc/cron.daily/ abgespeichert ist. Dort wird es täglich automatisch ausgeführt und lädt z.B. per wget den tagesaktuellen Datenbank-Dump herunter. Hier ein primitives Beispiel:

#!/bin/bash

cd /home/benutzername/Backups/Datenbank
wget ftp://benutzername:passwort@ftp.meinhoster.de/MeineDatenbank.sql
mv MeineDatenbank.sql `date +"%Y-%m-%d"`.sql

Nicht elegant, aber zur Veranschaulichung genügt es. Der Dump wird im Ordner Backups/Datenbank abgelegt und nach Datum umbenannt. Heute würde zum Beispiel die Datei Backups/Datenbank/2010-02-26.sql angelegt.

Abschließende Betrachtungen

Beachte, dass die Code-Beispiele bewusst simpel gehalten sind und in Sachen Sicherheit eine mittelschwere Katastrophe auslösen können. Ich möchte nur die Möglichkeit dieser Vorgehensweise erläutern und Raum für deine eigene Ideen und Optimierungen lassen (Rückmeldungen willkommen!). Denkbar wäre z.B. die Möglichkeit, den Webmaster per E-Mail über fehlgeschlagene Backups zu informieren.

Ein weiterer Punkt, an den man ansetzen kann: Die gezeigte Backup-Lösung ist für die Katz, wenn dein Rechner nicht wenigstens alle paar Tage läuft, um sich das neue Backup herunterzuladen.

Es sei außerdem daran gedacht, dass ein Hacker, der sich Zugriff auf deinen FTP-Server verschafft hat, jetzt auch an deine Datenbank-Zugangsdaten kommen kann. Das Sicherheitsprinzip, für FTP und Datenbank verschiedene Passwörter zu verwenden, ist damit ausgehebelt.

Wohl also denen, die sich lieber einen Server mieten und damit volle Kontrolle und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für ihre Backup-Konzepte haben (doch mit großer Macht kommt auch große Verantwortung; außerdem passt gemieteter Webspace deutlich besser ins Budget eines Studenten ;-)).

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Ärger mit Akonadi (Mail Dispatcher Agent)

Verfasst am 25. Februar 2010, mittags.

… mal wieder!

Nachdem ich Akonadi in KDE SC 4.4 endlich dazu bewegen konnte, wenigstens zu starten, kam kurz darauf neuer Ärger. Das Akonadi-Modul Mail Dispatcher Agent meldete sich jeweils beim Starten von Kontact (bzw. Kmail) zu Wort:

[Bildschirmfoto] Akonadi Mail Dispatcher

Bildschirmfoto der Fehlermeldung des „Akonadi Mail Dispatcher“

Fehlermeldung des Akonadi Mail Dispatcher Agent:

Kein Zugriff auf den Postausgangs-Ordner (Unbekannter Fehler. (Unknown resource)) möglich.

Eine Google-Suche förderte leider nur wenig Hilfreiches zutage, deshalb musste ich selbst experimentieren. Fündig wurde ich ich im Konfigurations-Ordner von Akonadi, in dem ich den „Mail Dispatcher Agent“ kurzerhand komplett abgestellt habe. Das ist zwar mal wieder die Holzhammer-Methode. Aber Kontact startet jetzt ohne Akonadi-Fehlermeldungen und das Senden und Empfangen von Mails funktioniert auch noch – scheinbar ist also alles in Ordnung. Wer dasselbe Problem hatte wie ich, kann also auch folgendes ausprobieren:

  1. Die Datei ~/.config/akonadi/agent_config_akonadi_maildispatcher_agent in einem Text-Editor öffnen
  2. Ändere den Teil
    [Agent]
    Online=true
    in
    [Agent]
    Online=false
  3. Starte eine neue KDE-Sitzung (ab- und wieder anmelden) und starte Kontact. Es sollten jetzt keine Fehlermeldungen mehr auftauchen.

Wie schon gesagt: Wirklich elegant ist diese Methode sicherlich nicht, zumal das komplette KDE-System in den kommenden Versionen immer stärker auf Akonadi aufbauen wird. Bis insbesondere KMail aber gar nicht mehr ohne Akonadi auskommen wird vergeht aber hoffentlich noch so viel Zeit, dass der Dienst bis dahin wirklich ausgereift ist. Wie immer gilt also, dass ich nicht dafür garantiere, dass es in Zukunft keine Komplikationen durch diese Problemlösung diesen Workaround geben wird.

So oder so habe ich das Gefühl, dass bei mir ein neues Benutzerkonto fällig ist, denn Strigi macht auf meinem Schreibtischrechner nach wie vor Ärger und schmiert beim Indizieren regelmäßig kommentarlos ab. So schlimm ist das aber nicht, da ich meine Daten für gewöhnlich so sortiere, dass ich sie auch ohne zusätzliche Programme rasch erreichen kann. Außerdem umfasst mein Strigi-Index momentan eine Größe von knapp 500MB – das finde ich sehr happig für einen Dienst, den ich eigentlich gar nicht benötige.

Nachtrag: Erste Hilfe für viele Akonadi-Pannen findet man in der KDE Userbase.

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Noch'n KDE4.4-Bug

Verfasst am 13. Februar 2010, abends.

Beim Starten des Datei-Manager Dolphin (Version 1.4) öffnete sich seit dem Update auf KDE SC 4.4 zusätzlich immer ein zweites Fenster ohne Inhalt:

Bug in Dolphin bei KDE SC 4.4

Leeres Fenster, das sich zusätzlich beim Starten von Dolphin öffnet.

Wenn man es in den Vordergrund hob oder verschob blieb der Fensterinhalt gleich. Da das Problem bei einem neu angelegten Benutzer-Konto nicht auftrat, wusste ich, dass ich in meinem Heim-Verzeichnis nach dem Problem zu suchen hatte.

Tatsächlich half es, den Konfigurations-Ordner von Dolphin zu löschen, bzw. umzubenennen: mv ~/.kde4/share/apps/dolphin{,~defekt}

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Weh-Wehchen beim Upgrade auf KDE SC 4.4

Verfasst am 13. Februar 2010, abends.

Am 9.2.2010 erschien die KDE Software Compilation 4.4 und rutschte gewohnt pünktlich in die Paketquellen von Arch Linux.

Das Upgrade lief (mit dem Hinweis von der Arch-Seite) gewohnt sauber, ein paar kleine Probleme gab es jedoch nach dem Neustart von KDE:

Kleine Probleme (Kontrollleiste, YaWP)

Die Kontrollleiste wurde falsch dargestellt: Der Systemabschnitt war zu groß für die Leiste. Die gesamte Leiste ließ sich noch weiterhin vergrößern, doch beim Verkleinern behielten die Plasmoids in der Kontrollleiste ihre Übergröße. Bevor ich lange nach der Problemquelle suchte, erstellte ich eine neue Kontrollleiste (über die „Cashew“ in der oberen rechten Bildschirmecke) und trat die alte einfach in die Tonne (Cashew in der Leiste anklicken → weitere Einstellungen → „‚Kontrollleiste‘ entfernen“).

Das yaWP lief nicht mehr. Neukompilieren schuf Abhilfe. Da das Plasmoid im AUR liegt, geht das ratzfatz mit yaourt -S yawp-weather-plasmoid.

Größere Probleme (Akonadi, Strigi)

Das einzige größere Problem bereitete Akonadi, KDEs Datenverwaltungsdienst, der vor allem für Kontact (also KMail, Akregator, etc.) benötigt wird. Ferner schmierte Strigi regelmäßig ab, nachdem es beim Anlegen des Such-Indexes meine Prozessoren mehrfach an den Rande des Kollapses brachte. ;-)

Kurz nach dem Starten von Kontact poppte der Akonadi-Selbsttest auf und beschwerte sich über die folgenden Punkte:

  • MySQL-Serverprotokoll enthält Fehler
  • Nepomuk-Suchdienst nicht am D-Bus registriert
  • Kein Ressourcen-Vermittler gefunden
  • Früheres Fehlerprotokoll des Akonadi-Servers gefunden
  • Früheres Fehlerprotokoll des Akonadi-Steuerprogramms gefunden

Das MySQL-Serverprokoll zum Beispiel sah so aus:

Test 4:  ERROR
--------

MySQL server log contains errors.
Details: The MySQL server error log file &apos;<a href='/home/andre/.local/share/akonadi/db_data/mysql.err'>/home/andre/.local/share/akonadi/db_data/mysql.err</a>&apos; contains errors.

File content of '/home/andre/.local/share/akonadi/db_data/mysql.err':
100213 18:06:50 [Note] Plugin 'FEDERATED' is disabled.
100213 18:06:50 [Note] Plugin 'ndbcluster' is disabled.
100213 18:06:51  InnoDB: Started; log sequence number 0 312442
100213 18:06:51 [Warning] Can't open and lock time zone table: Table 'mysql.time_zone_leap_second' doesn't exist trying to live without them
100213 18:06:51 [ERROR] Can't open and lock privilege tables: Table 'mysql.servers' doesn't exist
100213 18:06:51 [Note] /usr/sbin/mysqld: ready for connections.
Version: '5.1.42-log'  socket: '/home/andre/.local/share/akonadi/db_misc/mysql.socket'  port: 0  Source distribution

Eine Google-Suche führte mich zum Forum von Ubuntuusers.de. Dort stieß ich auf folgenden Lösungsweg, der bei mir prima funktioniert hat:

  1. Akonadi stoppen: akonadictl stop
  2. Alte Konfigurations-Dateien von Akonadi entfernen: rm -r $HOME/.local/share/akonadi Oder (weniger radikal) den Konfigurations-Ordner umbenennen: mv $HOME/.local/share/akonadi{,~alt}
  3. Akonadi starten: akonadictl start
  4. mysql_install_db --datadir=$HOME/.local/share/akonadi/db_data/ ausführen. (Falls der Befehl dem System unbekannt ist, sollte pacman -Sy mysql Abhilfe schaffen.)
  5. mysql_upgrade --socket=$HOME/.local/share/akonadi/db_misc/mysql.socket
  6. Akonadi erneut stoppen und starten (akonadictl restart), dann einen Blick ins Protokoll werfen (Strg + F2, „akonadi“ eintippen und „Akonadi-Einrichtung“ auswählen. Dort auf den „Test“-Button klicken.)

Bei mir waren damit alle Akonadi-Probleme passé. Schon nervig, aber letztlich doch keine große Nummer. Vielleicht besteht das Problem auch gar nicht, wenn man KDE 4.4 ganz frisch installiert oder mit einem brandneuen Benutzer-Profil startet.

Falls es jemandem hilft, hier mal mein komplettes altes Fehlerprotokoll: Akonadi-Fehlerprotokoll.txt

Ansonsten macht KDE 4.4 einen guten Eindruck. Es läuft stabil und flott, sieht dabei gut aus und hat ein paar neue interessante Funktionen. Einen guten Überblick gibt die weiter oben bereits verlinkte Release-Ankündigung.

Nachtrag 1: Das Problem mit Strigi hat sich leider doch noch nicht in Wohlgefallen aufgelöst – der Indexer stürzt regelmäßig ab. Ich habe den Artikel deshalb leicht editiert und begebe mich nun erneut auf Fehlersuche.

Nachtrag 2: Wer nach Anwendung diesen Maßnahmen die Meldung „Kein Zugriff auf den Postausgangs-Ordner (Unbekannter Fehler. (Unknown resource)) möglich.“ vom Mail Dispatcher Agent kriegt, möge sich diesen Eintrag ansehen.

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Backups leicht gemacht

Verfasst am 4. Februar 2010, spät abends.

Kurz notiert: Tägliche lokale Backups einer externen MySQL-Datenbank lassen sich ratzfatz mit mysqldump erledigen.

Da die Software hinter meiner Internetseite massiv auf die Datenbank setzt (selbst Templates und CSS-Dateien werden allein in der Datenbank verwaltet), habe ich auf meinem PC sogleich folgendes kleines Skript in /etc/cron.daily/ abgelegt:

#!/bin/bash

mysqldump -hdatenbankbei.meinemhoster.de -uBenutzername -pPasswort --all-databases > /home/andre/andwil.de/dbdumps/`date +"%Y-%m-%d"`.sql

So wird nun jeden Tag ein genaues Abbild („Dump“) der MySQL-Datenbanken auf meiner Festplatte abgelegt – heute also unter dem Namen 2010-02-04.sql. Was die Parameter im Detail bedeuten, kann man in den Manpages (man mysqldump) oder auf oben genannter Internetseite nachlesen.

Kein Tippfehler: hinter -h (Host), -u (Username) und -p (Password) folgt kein Leerzeichen!

Wenn man sich die Datenbank vermurkst hat, kann man einen MySQL-Dump auf verschiedene Weise in die Datenbank einspielen: Mausschubser verwenden z.B. phpMyAdmin, Freunde der Konsole kommen mit mysql [Login-Parameter] < meindump.sql zum Ziel.

Dank für den Tipp geht hierbei an Daniel!

Wie man seine Datenbanken sichert, wissen wir jetzt also alle. ;-)

Wie man aber seine lokalen Festplattendaten schnell und bequem sichern kann, habe ich im längeren Artikel „Datensicherung im Alltag“ (abgelegt in der Linux-Schublade) beschrieben. Backup-Muffel sollten vielleicht mal einen Blick riskieren.

Nachtrag: Wenn dein Webhoster nicht zulässt, dass du von zuhause aus mit mysqldump auf seinen Datenbank-Server zugreift, ist dieser Artikel für dich interessant.

Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn du die Fehlermeldung

mysqldump: Got error: 2003: Can’t connect to MySQL server on ‘datenbank.meinhoster.de’ (110) when trying to connect

erhälst.

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Abenteuer Ext4

Verfasst am 27. Januar 2010, zur Kaffeezeit.

Endlich! Klausuren vorbei, vorlesungsfreie Zeit ahoi. An meinem ersten freien Tag widmete ich mich einem Projekt, das ich schon länger vor mir herschob: Meine Linux-Partitionen von Ext3 auf Ext4 umzusatteln.

Zugegeben, ein bisschen spät dran bin ich schon. Aber gerade bei heiklen Dingen wie einem neu entwickelten Dateisystem muss man ja nichts überstürzen.

Vorab natürlich alle Daten gesichert, dann konnte es losgehen. Das „Core“-Iso-Abbild von Arch Linux auf einen frischen USB-Speicherstick gemeißelt, in den Klapprechner gesteckt und gebootet. Das Arch Wiki half mir gewohnt zuverlässig.

Mehr Ärger machte mein Schreibtisch-PC. Das Mainboard hat nämlich kein großes Interesse, von USB-Sticks zu booten – jedenfalls tat sich nicht viel, als ich den Stick eingesteckt und dem BIOS verklickerte, dass es doch bitte zunächst vom „removable dev“ booten möchte. Aber egal, so ein 350MB-Abbild ist ja fix gebrannt.

Auch hier konnte ich die Partitionen bequem vom Terminal aus konvertieren. Doch nach dem Neustart ging’s los: Die Kernel Panic kannte ich schon vom Notebook und wusste, dass ich einfach vom „Fallback“-System aus, das Kernel-Abbild mit mkinitcpio -p kernel26 neu generieren musste. Doch was tun, wenn auch der Fallback-Kernel sich nicht booten lässt? Mich begrüßte ein

ERROR: Failed to parse block device name for […UUID…]

Was war da los? Hat sich die UUID meiner Root-Partition durchs Partitionieren geändert? Unwahrscheinlich. Nach einigem Herumprobieren (von der Live-CD mit chroot ins installierte System einloggen und mkinitcpio durchrattern lassen) und Recherchieren fand ich jedoch die Problemlösung:

Von der Festplatte booten, die passende Zeile von GRUB mittels E-Taste anpassen und

set root=(hd0,2)
linux /boot/vmlinuz26 root=/dev/disk/by-uuid/86f09f3c-[…] ro
initrd /boot/kernel26-fallback.img

ändern in

set root=(hd0,2)
linux /boot/vmlinuz26 root=/dev/sdb2 ro
initrd /boot/kernel26-fallback.img

und booten. Solltest du via Suchmaschine hierhergefunden haben, achte unbedingt darauf, dass der Pfad zur Partition bei dir vermutlich anders lautet.

Anschließend mkinitcpio -p kernel26 ausgeführt, den normalen Kernel gebootet (ohne manuelle Anpassungen in GRUB) und mich über einen erfolgreichen Schritt in Richtung Zukunft gefreut. ;-)

Ich bin gespannt, ob und wie sich das neue Dateisystem in der Praxis bemerkbar machen wird. Die Performance-Vorteile sollen sich ja überwiegend nur beim Dateisystem-Check bemerkbar machen.

Vorerst habe ich auch nur die Root- und die /home/-Partition konvertiert. Die Musik- und Krimskrams-Partitionen sollen vorerst weiterhin mit Ext3 auskommen, da ich mir nicht die Chance verbauen möchte, sie notfalls auch mal unter Windows XP einbinden zu können – das Betriebssystem habe ich zwar seit Monaten nicht mehr gebootet, aber bei der nächsten LAN-Party ärgere ich mich sonst womöglich. ;-)

Glücklicherweise kann man aber auch Ext3-Partitionen als Ext4 mounten (dazu am besten einfach /etc/fstab entsprechend anpassen) und so zumindest einige der Neuerungen zu genießen, ohne in Sachen Kompatibelität Einbußen zu verzeichnen.

Was ich mit meiner Backup-Festplatte mache, weiß ich allerdings noch nicht. Die wird nur während des Backup-Vorgangs eingebunden und hat mir schon öfter den (Achtung, Wortwitz) Ar(s)ch gerettet. Wahrscheinlich bin ich übervorstichtig, wenn ich sie nun noch lange mit einem eigentlich veralteten Dateisystem laufen lasse – aber vorerst soll sich Ext4 doch auf beiden Rechnern bewähren.

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Notizen an einem Samstag

Verfasst am 9. Januar 2010, spät abends.

Die Zeit unmittelbar von den Klausuren ist verrückt: Es ist Samstagabend und ich habe nicht das geringste Bedürfnis, irgendetwas zu unternehmen. Genau genommen bin ich momentan froh über jeden Abend, an dem ich einfach mal Zeit für mich habe.

Heute Abend war ich immerhin mit Eltern, Schwester und elterlichen Freunden griechisch essen: Wohl das letzte Mal an einem Samstag wie diesem in einem Restaurant wie jenem. Ich bin zwar satt und das Essen war gut. Doch was Gemütlichkeit angeht, bevorzuge ich in Zukunft wohl den Mägges im Hamburger Hauptbahnhof an kurz nach einem Auswärtssieg von Werder Bremen. Der Laden war überfüllt; von Gemütlichkeit keine Spur und man wartete sehnsüchtig, dass unser Tisch wieder frei wird.

Zu allem Überfluss fiel der u.a. von Peanut, bzw. fefe, bzw. dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vorhergesagte Weltuntergang heute leider aus.

Schmunzeln musste ich aber über die Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ von genanntem Bundesamt, deren Checkliste (Seite 22 ff.) mich verdächtig an meine Festival-Packliste erinnert.

Noch in Hinweis in eigener Sache, denn ich war heute Abend immerhin ein kleines bisschen fleißig: Mein Linux-Bereich füllt sich langsam mit Inhalt. Da wäre zunächst meine ~/.Xmodmap-Datei, die es u.a. ermöglicht, überall „richtige“ Anführungszeichen und den Gedankenstrich in korrekter Länge („–“, statt „-“!) zu verwenden.

Außerdem: Wer unter Linux mal versucht hat, bei Ebay zu verkaufen, hat vielleicht wegen des fehlenden WYSIWYG-Editors geflucht. Dagegen habe ich auch ein Mittelchen veröffentlicht.

So weit für heute. Denn wenn ich noch länger schreibe, wird die Überschrift dieses Artikels obsolet. ;-)

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