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Artikel zum Thema lyx

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Myriad und Minion: Adobe-Fonts gratis

Verfasst am 25. März 2013, spät abends.

Myriad und Minion gelten als Vorzeige-Schriften, wenn es um das OpenType-Format geht. Da sie außerdem sehr elegant aussehen und gut ausgebaut sind, erfreuen sich die beiden Schriften aus dem Hause Adobe großer Beliebtheit – etwa beim wissenschaftlichen Springer-Verlag. Und so verwundert es auch nicht, dass sie jeweils respektable Platzierungen unter den 100 besten Schriften erreicht haben.

[Schriftprobe] Serifenlose Myriad Pro und Minion Pro als Brotschrift (mit Serifen)

Minion Pro macht in Kombination mit Myriad Pro eine gute Figur.

Doch Qualität hat ihren Preis: Rund 40€ muss man für je einen Schnitt hinlegen. Umso erfreulicher, dass Adobe die jeweils wichtigstens Schriftschnitte dem Adobe Reader kostenlos beilegt! Nur ein wenig Handarbeit ist gefordert, um die Fonts benutzen zu können.

Die Schriften liegen jeweils in der „Pro“-Variante vor. Mit Courier Std findet sich im genannten Verzeichnis auch eine Festbreitenschrift.

Installation unter Windows

  1. installiere Adobe Reader
  2. kopiere die .otf-Dateien aus C:\Windows\Programme\Adobe\Reader 9.0\Resource\Font1 nach C:\Windows\Fonts
  3. starte das Programm neu, in dem du die Schriften benutzen möchtest

1 Der Dateipfad kann je nach Installation und Reader-Version abweichen.

Installation unter Linux

  1. installiere Adobe Reader
  2. kopiere die Dateien aus dem Installationspfad2 nach …
    • ~/.fonts wenn nur ein User die Schriften benutzen soll
    • /usr/share/fonts wenn alle User Zugriff die Schriften haben sollen – erfordert Root-Rechte

Benutzer von Arch Linux, die den Reader nicht mögen oder nicht brauchen, können stattdessen das AUR-Paket ttf-adobe-fonts installieren

2 Das Verzeichnis ist distributionsabhängig und lautet z.B. /usr/lib/acroread/Resource/Font.

Verwendung unter LaTeX / LyX

Das einfachste ist, die Fonts wie oben beschrieben zu installieren und das Dokument wahlweise mit XeLaTeX oder LuaTeX statt pdflatex zu parsen. Damit lassen sich alle installierten Fonts (auch OpenType) in LaTeX benutzen und UTF-8 macht auch keinen Ärger.

Wer auf pdfTeX besteht, kann sich zum Beispiel dieses Howto mal ansehen.

Wer mathematischen Formelsatz benötigt, kann die Minion mit MnSymbol um nötige Sonderzeichen wie etwa Pfeile und mathematischen Operatoren erweitern.

Links

  • Wer mehr Schnitte (z.B. Semi-Bold) braucht, sollte Minion und Myriad kaufen
  • Auch lizenztechnisch scheint es keinerlei Probleme zu geben – da ich kein Jurist bin, solltest du das vor dem kommerziellen Einsatz jedoch genauer klären!
  • LaTeX-User, die Minion für ihren Formelsatz benutzen möchten, sollten sich das Paket MnSymbol anschauen
  • Welche Firmen noch Minion und/oder Myriad einsetzen, steht im Wiki von Typographie.info

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LaTeX: Einzelne DIN-A3-Seiten einfügen

Verfasst am 19. März 2013, vormittags.

Technische Zeichnungen, lange Tabellen, große Skizzen: Aus vielen Gründen kommt man ab und an mit DIN A4 nicht aus und muss auf A3, A2, A1 oder sonstwas wechseln. Kein großes Problem bei LaTeX, wenn man weiß wie (wie so oft).

Methode 1: Große PDF-Dateien einbinden

Liegt die von A4 abweichende Seite bereits im PDF-Format vor, kann sie einfach per \includepdf[fitpaper]{meineA3Seite} eingefügt werden. Der Pfad zur PDF-Datei muss natürlich stimmen — der optionale Parameter fitpaper sorgt dafür, dass das Papierformat der vorliegenden PDF-Datei übernommen wird. In die Präambel muss dann noch ein \usepackage{pdfpages} gemeißelt werden.

LyX-User verwenden EinfügenDateiExternes Material, schalten die Vorlage auf “PDF-Seiten” und fügen im Reiter LaTeX- und LyX-Optionen das Wörtchen fitpaper ein.

Weitere Parameter für \includepdf finden sich wie gewohnt im Manual von pdfpages.

Methode 2: A3-Seiten allgemein

Wer KOMA-Script (also die Klassen scrarticle, scrreport usw.) einsetzt, kann folgenden Code verwenden:

%Hier ist noch A4

\clearpage
\KOMAoptions{paper=A3,paper=landscape,pagesize}
\recalctypearea

% Die PDF-Datei erscheint als A3, Querformat (landscape)
\includepdf{Abbildungen/er-modell}

\clearpage
\KOMAoptions{paper=A4,paper=portrait,pagesize}
\recalctypearea

% Ab jetzt wieder A4, Hochformat (portrait)

Der Befehl \recalctypearea dient der Neuberechnung des Satzspiegels nach den Papierformat-Wechseln.

[Bildschirmfoto] PDF-Datei mit eingebundener A3-Datei

Verschiedene Papierformate innerhalb einer PDF-Datei

Statt \includepdf könnte man genauso gut eine Tabelle oder Abbildung setzen. Dann muss jedoch u.U. bei der Satzspiegelberechnung gemogelt werden. Im Forum von KOMA-Script finden sich mehr oder weniger ausführliche Erläuterungen und Code-Beispiele.

LyX-User müssen die drei Zeilen ober- und unterhalb des beispielhaften \includepdf-Befehls als ERT einfügen. Das geht mit Strg + L ober über EinfügenTeX-Code.

(via)

[Update (2013-07-04): Ein Kommilitone hat mich über die E-Learning-Plattform meiner Fachhochschule auf eine alternative Lösung aufmerksam gemacht. Diese findet sich nun oben als “Methode 1”. Danke, Udo!]

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Syntax-Highlighting für PHP in LaTeX

Verfasst am 2. November 2012, nachmittags.

Wie man mit dem listings-Paket von LaTeX automatisches Syntax-Highlighting aktiviert, habe ich bereits am Beispiel von Matlab erklärt.

Für PHP jedoch fand ich kein fertig ausgearbeitetes Optionen-Set und musste selbst basteln. Dabei versuchte ich, das typische Farbschema des PHP-Manuals nachzuahmen, was im Wesentlichen gelungen ist.

[Bildschirmfoto] Listing in LyX und automatisch formatiert im PDF-Dokument

Von LaTeX automatisch formatiertes Code-Listing.

Ob die Farben für den Druck auf Papier taugen, stelle ich in Frage. Bei der Bildschirmdarstellung hat sich die Farbkombination jedoch bewährt und ist daher sicherlich keine ganz schlechte Idee.

Folgende Optionen sind in die Präambel zu meißeln:

% Farben definieren
\usepackage{xcolor}
\definecolor{codeGray}{RGB}{240,240,240}
\definecolor{codeBlack}{RGB}{0,0,0}
\definecolor{codeRed}{RGB}{221,0,0}
\definecolor{codeBlue}{rgb}{0,0,187}
\definecolor{codeYellow}{RGB}{255,128,0}
\definecolor{codeGreen}{RGB}{0,119,0}

% … und zuweisen
\lstset{%
    language=PHP,%
    %
    % Farben, diktengleiche Schrift
    backgroundcolor={\color{codeGray}},% 
    basicstyle={\small\ttfamily\color{codeGreen}},% 
    commentstyle={\color{codeYellow}},%
    keywordstyle={\color{codeBlue}},%
    stringstyle={\color{codeRed}},%
    identifierstyle={\color{codeBlue}},%
    %
    % Zeilenumbrüche aktivieren, Leerzeichen nicht hervorheben
    breaklines=true,%
    showstringspaces=false,%
    % 
    % Listing-Caption unterhalb (bottom)
    captionpos=b,%
    % 
    % Listing einrahmen
    frame=single,%
    rulecolor={\color{codeBlack}},%
    % 
    % winzige Zeilennummern links
    numbers=left,%
    numberstyle={\tiny\color{codeBlack}}%
}

Im direkten Vergleich fallen einem sicher schnell einige Unterschiede auf; insbesondere die grünen Spitzklammern bei <?php und ?> sind sehr ungünstig. Näher kam ich mit den Möglichkeiten des Packages aber nicht an die Vorlage heran – vielleicht ist Minted eine mächtigere Alternative, mit der ich aber erst noch befassen muss.

Für Korrekturvorschläge bin ich bis dahin offen! Diesem Blogpost liegt nämlich mal wieder eine zu schreibende Facharbeit zugrunde. :-)

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Matlab-Code mit Syntax-Highlighting in LaTeX

Verfasst am 11. Juli 2012, mittags.

LaTeX bietet die ausgesprochen praktische Möglichkeit, Syntaxhervorhebungen automatisch vorzunehmen. Das macht es dem Leser des Dokumentes einfacher, sich im Quelltext zurechtzufinden und der Autor spart sich die Mühe, Schlüsselwörter händisch einzufärben oder auf Screenshots auszuweichen.

Für eine Ausarbeitung brauchte ich kürzlich Hervorhebungen für Matlab-Skripte. Auch hierfür taugt das Paket listings (nicht mit listing – ohne s – verwechseln!).

Folgender Code in der Präambel ermöglicht genau dies:

\usepackage{listings}
\usepackage{color}

% Farben für Matlab-Listings
\definecolor{hellgelb}{rgb}{1,1,0.85}     % Hintergrundfarbe
\definecolor{colKeys}{RGB}{0,0,255}       % blau
\definecolor{colIdentifier}{RGB}{0,0,0}	  % schwarz
\definecolor{colComments}{RGB}{34,139,34} % gruen
\definecolor{colString}{RGB}{160,32,240}  % violett

\lstset{%
    language=Matlab,%
    backgroundcolor={\color{hellgelb}},%
    basicstyle={\footnotesize\ttfamily},%
    breakautoindent=true,%
    breakindent=10pt,%
    breaklines=true,%
    captionpos=t,%
    columns=fixed,%
    commentstyle={\itshape\color{colComments}},%
    extendedchars=true,%
    float=hbp,%
    frame=single,%
    framerule=1pt,%
    identifierstyle={\color{colIdentifier}},%
    keywordstyle={\color{colKeys}},%
    numbers=left,%
    numbersep=1em,%
    numberstyle={\tiny\ttfamily},%
    showspaces=false,%
    showstringspaces=false,%
    stringstyle={\color{colString}},%
    tabsize=4,%
    xleftmargin=1em,%
    xrightmargin=1em%
}

Obige Listing-Einstellungen habe ich aus einem Forum-Beitrag gemopst und nur leicht verändert. Die Farb-Definitionen sind direkt aus Matlab abgelesen. Lediglich der Hintergrund ist etwas satter, um sich stärker abzuheben.

[Bildschirmfoto] Listing in LyX und Ausgabe als formatierte PDF-Datei

So sieht’s aus: Code-Eingabe in LyX und resultierender, automatisch formatierter Quelltext.

LyX

LyX-Benutzer können den Code zwischen \lstset{% und } in ihren Dokumenteinstellungen direkt in den Bereich „Listing“ eintragen, allerdings ohne Komma- und Prozentzeichen am Ende jeder Zeile. Das hat den Vorteil einer Code-Überprüfung, um damit Fehler im Voraus zu vermeiden und den LaTeX-Vorspann kurz zu halten – keine Ahnung, ob es das wert ist!?

Die Farbangaben und \usepackage{color} müssen trotzdem in den Vorspann eingetragen werden, sonst hagelt es natürlich Fehlermeldungen.

Ich benutze aber $Programmiersprache!

Wer noch etwas verändern möchte oder eine andere Programmiersprache verwendet, schaut am besten mal in das Listings-Handbuch.

Dort gibt es bspw. auch Tipps zum Referenzieren einzelner Code-Zeilen und ähnliche Spezialitäten.

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BibTeX-Notizen

Verfasst am 22. November 2011, früh morgens.

Wie werden akadademische Titel (Prof. Dr. etc. pp.) eigentlich in BibTeX gehandhabt?
Kurze Antwort: Gar nicht — Titel der Autoren werden nicht angegeben.
Lange Antwort in de.comp.text.tex (via)
Wie kann ich alle Quellen im Literaturverzeichnis auflisten?
Um ein Werk im Literaturverzeichnis zu nennen, auf das im Fließtext nicht explizit verwiesen wird, muss \nocite{BibTeXkey} irgendwo im Text vermerkt sein. Möchte man pauschal alles auflisten, genügt \nocite{*}. (via)
Wirres Gebrabbel!
BibTeX ist ein Programm zur Erstellung von Literaturangaben und -verzeichnissen in TeX- oder LaTeX-Dokumenten. (Wikipedia)

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LaTeX to go

Verfasst am 19. November 2011, früh abends.

LyX 2.0 gibt es auch als portable Version. Die Chose belegt auf einem Speicherstick rund 850MB und bringt ein Bündel aus LyX, TeXworks, MikTeX und Aspell mit. Das ganze läuft bei mir sehr stabil und ausreichend performant.

Dumm nur: Mit diesem Download spricht LyX zunächst nur eine unverständliche tote Sprache. Abhilfe schafft man unter Outils → Préférences → Paramètres de Langue → Langue → Langage de l’Interface utrilisateur → Allemand; bestätigen mit Enregistrer.

Wer seine Literatur unterwegs mit BibTeX verwalten möchte, kann hierfür JabRef verwenden. Die Anwendung lässt sich aus dem Browser heraus starten oder für den Offline-Gebrauch als portable .exe herunterladen1. Das setzt natürlich voraus, dass ein JRE auf dem jeweiligen Rechner installiert ist.

Zum synchronisieren und für Backups eignet etwa Wuala, das sich ebenfalls aus dem Browser heraus öffnen lässt – wiederum Java vorausgesetzt.

Mit dieser Software-Kombination habe ich vergangene Woche recht produktiv unter Windows 7 gearbeitet. Alle Anwendungen sind frei und plattformunabhängig, so dass man daheim und auf der Arbeit quasi mit dem selben Workflow arbeiten kann.

[Nachtrag: Wer an der Installation einer LyX-Umgebung unter Windows bislang gescheitert ist2, sollte sich das Software-Paket unbedingt mal ansehen.]

1 Link gefunden bei PortableApps.com.

2 Insbesondere die Installation von MikTex und der deutschen Rechtschreibkorrektur (per Aspell) scheint regelmäßig Probleme zu bereiten.

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