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Artikel zum Thema openoffice.org

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Lange Texte erstellen mit LibreOffice u.ä.

Verfasst am 25. Dezember 2011, früh abends.

Mir ist eine nette Kurzanleitung zum Erstellen langer Texte (PDF, 509 kB) mit OpenOffice/LibreOffice über den Weg gelaufen.

Das handliche Dokument gibt Tipps darüber, wie man Komfortfunktionen in den genannten Programmen nutzt, um bequem umfangreiche Dokumente zu verfassen (etwa Seminar-, Studien- oder Diplomarbeiten).

Auszug aus dem Inhalt1:

  • automatische Kapitelnummerierung
  • automatische Bildernummerierung und -beschriftung
  • automatische Inhaltsverzeichnisse, Abbildungsverzeichnisse, Literaturverzeichnisse usw.
  • Formelsatz
  • automatische Fußnoten, Endnoten
  • viele kleine Tipps

Wer noch Fußnoten, Kapitel und Tabellen per Hand nummeriert, sollte sich die Datei also unbedingt mal ansehen. Das Ganze ist gerade mal 22 Seiten lang und reich bebildert – sehr praktisch!

1 geht natürlich auch alles mit LaTeX aber das ist uuuuuunglaublich kompliziert.

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Microsoft: A Few Perspectives on OpenOffice.org

Verfasst am 15. Oktober 2010, zur Kaffeezeit.

Microsoft erklärt uns, warum OpenOffice.org in Unternehmen eine schlechte Wahl ist und warum MS Office viel besser weniger schlecht ist. Wer kein Silverlight hat, kann sich die Aussagen enttäuschter FOSS-Nutzer auch bei YouTube anhören.

Eigentlich möchte ich das Video gar nicht ernstnehmen, aber auf einige Kritikpunkte will ich doch kurz eingehen, weil man immer wieder von ihnen liest:

Es beginnt wie so häufig in Konflikt FOSS vs. proprietäre Software: Der Umstieg auf Freie Open-Source-Software kostet Zeit und Geld. Das scheint die Leute immer wieder zu überraschen. Wie lange hat es gedauert, alle deutschen Büros von Schreibmaschinen auf Computer umzustellen? Bei manchen Behörden möchte man meinen, dieser Prozess halte immer noch an. Und natürlich kosten Installationen, Wartung, Schulungen und Support Geld, wenn man sich im professionellen Rahmen bewegt.

Es scheint, als seien Migrationen auf FOSS in vielen Fällen kaum durchdacht und mit völlig weltfremden Vorstellungen verbunden. Ein passendes Praxisbeispiel hierfür ist auch das Scheitern der Umstellung auf Linux im schweizerischen Kanton Solothurn.

Die Unterstützung von Macros ist mangelhaft; die IT-Abteilung empfiehlt dem Mitarbeiter stattdessen MS Excel einzusetzen. Über die praktischen Einsatzmöglichkeiten von Makros in OOo weiß ich tatsächlich nicht viel, aber hier denke ich zunächst an zwei Dinge: Bequemer IT’ler und vor allem an Excel-Alptraum-Mappen, mit denen Unternehmer krampfhaft versuchen, um eine echte Datenbank-Lösung herumzukommen. Gerade letzteres scheint eine weit verbreitete Unsitte zu sein und eigentlich ist man nur froh (und gleichermaßen überrascht), dass das Excel-Konstrukt, das in den letzten 10 Jahren organisch gewachsen ist, immer noch irgendwie funktioniert – solang man nicht zu viel daran herumfummelt.

Arbeitskräfte sind im Umgang mit MS Office geschult und müssen die Bedienung von OOo neu lernen. Gut, da mag was dran sein. Dennoch: Mit Office 2007 hat Microsoft das Bedienkonzept seines Office-Pakets praktisch komplett verändert (Stichwort: Ribbons. Ich stelle mir folgendes Szenario vor: 50 Bürokräfte steigen um von MS Office 2003 auf MS Office 2007. Die anderen 50 wechseln auf OOo. Welche Hälfte muss länger geschult werden? Ich weiß es nicht und ich glaube nicht, dass es repräsentative Studien zu dem Thema gibt. So oder so: Dieses Argument hinkt.

Einen hab ich noch: Formatierungsprobleme, insbesondere beim Austausch mit Außenstehenden. Noch heißer ist die Kritik einer Lehrerin: Schüler, die Dateien mit OOo konvertiert haben, hatten Formatierungsprobleme, wodurch sich ihre Noten verschlechtert haben. Würde Microsoft sich wie OpenOffice.org konsequenter an international genormte, quelloffene Standards für Dateiformate (OpenDocument) halten, hätten die Jungs dieses Problem ganz von allein gelöst. Aber Microsoft ist in der Vergangenheit schließlich bereits oft genug an der Interoperabilität innerhalb eigener Programmversionen gescheitert.

Insgesamt ist dieses Video ein ziemlich Eigentor und die dutzendfach wiedergekäuten „Argumente“ sind nur noch ermüdend.

(via Linux und Ich)

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