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Verfasst am 12. September 2010, abends.
Da habe ich zu früh gebloggt: Noch am selben Tag gab es offizielle Neuigkeiten (die News-Meldung ist scheinbar rückdatiert auf den 09.09.2010). sidux wurde offiziell zu Grabe getragen, wird jedoch unter dem Namen aptosid weitergeführt. Die offizielle Begründung aus der News-Meldung:
Die Namensänderung wurde leider im Rahmen der Querelen der letzten Monate mit dem sidux e.V. notwendig.
- Der Verein hat es bisher nicht geschafft, eine längst fällige Jahreshauptversammlung abzuhalten, die letzte wurde mitten drin abgebrochen.
- Es gibt seit längerem keinen Finanzbericht und der Schatzmeister hat in letzter Zeit nicht mit dem Vorstand kommuniziert.
- Da der Verein die Domains und das Trademark hält, aber offensichtlich nicht mehr viel Interesse an der Unterstützung des Projekts hat, blieb als letzte Konsequenz nur die Umbenennung des Projekts …
(Formatierung von mir)
Änderungen für den Endanwender gibt es kaum, lediglich die Repositorien müssen angepasst werden – darum kümmert sich jedoch der Upgrade-Prozess selbstständig.
Schön, dass es weitergeht und beide Seiten haben sicher viel aus der Situation gelernt. Umso gespannter bin ich nun, wie sich die junge/alte Distribution entwickeln wird.
Den Namen finde ich jedenfalls ganz witzig, verbindet er doch über das prominente Debian-Werkzeug apt-get über „OS“ mit dem Spitznamen „sid“ des Unstable-Zweiges. So griffig wie sidux ist er allerdings meiner Meinung nach nicht – aber darauf kommt es auch nicht an.
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Verfasst am 11. September 2010, mittags.
Es ist nun schon eine Weile länger her, dass ich die auf Debian unstable („sid“) basierende Linux-Distribution sidux verwendete. Ich verlor sie seitdem ein wenig aus den Augen und las nun beim Trompetenkäfer, dass das Projekt offenbar gescheitert ist.
Die konkreten Gründe dafür herauszubekommen ist gar nicht so einfach. Zwischen den Zeilen des sidux-Forums liest man, dass Querelen zwischen Entwicklern und dem sidux e.V der Grund dafür waren.
Der Verein hatte den Zweck, sidux finanziell und tatkräftig zu unterstützen, sowie rechtlich zu vertreten. Was genau nun der Grund für die Komplikationen war, konnte ich bislang nicht herausfinden. Es scheint schlicht um zwischenmenschliche Konflikte gehen und letztlich wohl auch um Geld.
Nach einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im IRC (Sitzungsprotokoll ist online) sieht es nun so aus, als würden Distributionsentwickler und Verein künftig getrennte Wege gehen; einige Vorstandsmitglieder haben sich bereits zurückgezogen.
Im Forum ist ferner zu lesen, dass das Entwicklerteam aber weiterhin zusammenarbeiten und unter neuem Projektnamen (bislang steht dieser noch nicht fest) weiterarbeitet.
Ich finde es immer sehr schade, wenn gute OpenSource-Projekte wegen zwischenmenschlicher Probleme leiden und gebremst werden. Aber langwierige Streitereien haben im Debian-Umfeld ja auch irgendwie Tradition; man darf gespannt sein, wie’s weitergeht und wann Verein und Entwickler mit aktuellen konkreten Informationen herausrücken. Seinen Höhepunkt hatte der Konflikt wohl bereits Ende Juli oder Anfang August erreicht.
Nachtrag vom 12. September:
Genug spekuliert, es liegen interessante Neuigkeiten vor.
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