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Verfasst am 19. November 2011, früh abends.
LyX 2.0 gibt es auch als portable Version. Die Chose belegt auf einem Speicherstick rund 850MB und bringt ein Bündel aus LyX, TeXworks, MikTeX und Aspell mit. Das ganze läuft bei mir sehr stabil und ausreichend performant.
Dumm nur: Mit diesem Download spricht LyX zunächst nur eine unverständliche tote Sprache. Abhilfe schafft man unter Outils → Préférences → Paramètres de Langue → Langue → Langage de l’Interface utrilisateur → Allemand; bestätigen mit Enregistrer.
Wer seine Literatur unterwegs mit BibTeX verwalten möchte, kann hierfür JabRef verwenden. Die Anwendung lässt sich aus dem Browser heraus starten oder für den Offline-Gebrauch als portable .exe herunterladen1. Das setzt natürlich voraus, dass ein JRE auf dem jeweiligen Rechner installiert ist.
Zum synchronisieren und für Backups eignet etwa Wuala, das sich ebenfalls aus dem Browser heraus öffnen lässt – wiederum Java vorausgesetzt.
Mit dieser Software-Kombination habe ich vergangene Woche recht produktiv unter Windows 7 gearbeitet. Alle Anwendungen sind frei und plattformunabhängig, so dass man daheim und auf der Arbeit quasi mit dem selben Workflow arbeiten kann.
[Nachtrag: Wer an der Installation einer LyX-Umgebung unter Windows bislang gescheitert ist2, sollte sich das Software-Paket unbedingt mal ansehen.]
1 Link gefunden bei PortableApps.com.
2 Insbesondere die Installation von MikTex und der deutschen Rechtschreibkorrektur (per Aspell) scheint regelmäßig Probleme zu bereiten.
Außerdem:
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Verfasst am 8. Januar 2010, vormittags.
Kürzlich unterhielt ich mich mit Frau Havoc – ihres Zeichens PTA – darüber, wie sie ihre alten Ausbildungsunterlagen sinnvoll per Computer archivieren, verwalten und editieren kann. Ein kleines LaTeX-Büchlein wäre sicher eine wirklich hübsche Sache gewesen, aber im Vorfeld zu viel Arbeit und letztlich vielleicht doch nicht was, was sie eigentlich wollte.
Nächste Option: Ein Wiki. Nicht weiter nachgedacht, XAMPP runtergeladen und installiert. Doch noch am selben Abend stellten wir fest, dass eine portable Lösung auf einem USB-Stick noch viel eleganter wäre. Den kann man auch mal mit zu Kollegen nehmen und er funktioniert auch, wenn der heimische PC gerade mal nicht will. ;-)
Was brauchen wir dafür? Einen portablen Webserver und natürlich eine geeignete Wiki-Software! Wir entschieden uns für DokuWiki (es benötigt kein MySQL und ist nicht so ein großes Ungetüm wie MediaWiki).
Als Webserver wird MoWeS Portable eingesetzt. Mit dem “Mixer” kann man sich eine eigene Software-Kompilation zusammenstellen und verschiedene CMS gleich mit einbinden. Mit rund 66MB ist das Grundgerüst unseres Wiki-Sticks übrigens nur halb so groß wie mit XAMPP!
Dazugelegt hab ich noch Firefox Portable, damit man auch auf Rechnern ohne Firefox den besten Browser der Welt benutzen kann. Für mehr Komfort sorgt die hinzugefügte Wiki-Suche in der Suchleiste und für mehr übersicht die ausgeblendete Menü-Leiste.
Das wär’s wohl, das (hoffentlich) rund-um-sorglos-Paket. USB-Stick anschließen und Server starten. Firefox öffnet automatisch das Wiki – keinerlei lokale Installation notwendig und alles freie Open-Source-Software.
Ich bin gespannt, wie Havoc damit zurechtkommt und ob wir noch weitere Veränderungen oder Ergänzungen vornehmen. Ich bin jedenfalls schon ein kleines bisschen begeistert. ;-) So sieht es übrigens (auf meiner Virtual Machine) aus:
Ach ja: Bei unseren Recherchen stießen wir auch auf „Dokuwiki on a Stick“, das eigentlich alles beinhaltete, was wir brauchten: Einen schlanken Webserver und vorinstalliertes DokuWiki. Leider waren sowohl Server als auch Wiki veraltet und die neuen Versionen wollten nicht so richtig. Trotzdem ein hübsches Projekt, da es noch weniger Speicher frisst als meine Lösung und ohne überflüssige MySQL-Datenbank auskommt (die wird von MoWeS Portable offenbar unbedingt benötigt).
Nachtrag vom 4. Mai 2010: Heute habe ich mit TiddlyWiki eine schlanke Alternative vorgestellt, die für kleine Projekte evt. praktikabler ist.
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