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Bücher, die sich in meinem Maschinenbau-Studium (FH) als besonders nützlich (oder aber wenig hilfreich) erwiesen haben, werden hier von mir kommentiert. Ich hoffe, anderen angehenden Maschinenbauern mit meinen Erfahrungen eine Hilfe zu sein.
Dabei soll nicht vergessen werden, dass diese Einschätzungen allesamt natürlich rein subjektiv sind. Aber: Fachbücher, die inhaltlich völlig daneben sind, habe ich noch nicht in der Hand gehalten. Falls es jemand für wichtig hält: Ich studiere an einer Fachhochschule.
Ich werde versuchen, diese Liste stets zu ergänzen, wenn ich mit neuer Lektüre gearbeitet habe. Hinweis zu den Amazon-Links: Ich nehme nicht am Partnerprogramm teil und verdiene entsprechend kein Geld durch die Klicks.
Meiner Erfahrung nach lohnt es, für Maschinenelemente einfach so viele Bücher wie möglich zu verwenden: In diesem breitgefächerten Fach gibt es offenbar immer ein Thema, das in einem Buch besser oder schlechter oder gar nicht behandelt wird.
In meiner Lerngruppe kamen Roloff/Matek, Decker und ein drittes Buch (eines mir gerade entfallenen Autors) zum Einsatz, wobei ich mir den Decker gekauft habe; das Preis-/Leistungsverhältnis schien mir hier recht ausgewogen.
Es gibt zahlreiche anschauliche Abbildungen, außerdem viele detaillierte Rechenbeispiele. Es liegt ein Tabellenband bei, der interessant ist, für mich in der Klausurvorbereitung aber wenig nützlich war; als Nachschlagewerk jedoch sicher nicht verkehrt.
Nett ist auch die beiliegende CD-ROM mit verschiedenen Berechnungsprogrammen (nur für Windows, daher nicht getestet). Es liegen aber auch viele Excel-Arbeitsmappen bei, deren Makros auch mit OpenOffice.org funktionieren. Damit lassen sich lästige Rechenvorgänge gut automatisieren. Mal sehen, ob ich’s in der Veranstaltung Konstruktion und Berechnung gebrauchen kann.
(Hanser-Verlag, ISBN 978-3446417595, Amazon)
Umfangreiches Buch im Hardcover. Sachverhalte ausführlich aber nicht sehr tiefgehend beschrieben. Ein grundsätzliches Verständis für viele Themen lässt sich damit zwar herstellen. Für die Prüfungsvorbereitung ist das Buch jedoch relativ wertlos, da zwar viel erklärt, aber kaum gerechnet wird. Ein gutes Formelbuch (siehe Kuchling), um erstmal „drauflos zu rechnen“, hat sich in meinem Bekanntenkreis häufig als nützlicher und lehrreicher erwiesen. Weiterer Kritikpunkt: Es finden sich einige Fehler in den Gleichungen (ich habe das Buch in der 17. Auflage hier).
(Hanser-Verlag, ISBN 978-3446406094, Amazon)
Hat sich als fast unverzichtbarer Begleiter erwiesen: Dies ist ganz klar kein Lesebuch, sondern ein Nachschlagewerk. Es bietet Formeln für fast alle Lebenslagen, sehr übersichtlich und umfangreich. Besonders praktisch: Einheiten aller gerade verwendeten Größen stehen stets am Rand. Hilfe beim Umrechnen gibt es ganz vorne und ganz hinten. Im Anhang befindet sich ein umfangreiches Tabellenwerk, das z.B. viele Stoffwerte auflistet. Auf diese Weise ist der Kuchling häufig auch in anderen Bereichen (etwa Thermodynamik, Elektrotechnik, Technische Mechanik) sehr nützlich. Ein wenig Routine im Umgang mit dem Buch ist sehr hilfreich. Von mir gibt’s die klare Kaufempfehlung!
(Hanser-Verlag, ISBN 978-3446410282, Amazon)
Mit diesem Buch habe ich mich auf Technische Mechanik I (Statik, Festigkeitslehre) vorbereitet. Ergänzend zur Vorlesung war es leider kaum hilfreich. Die Grundlagen der Statik werden zwar gut (wenn auch beinahe unangenehm trocken) abgehandelt, für die Festigkeitslehre konnte ich es jedoch kaum gebrauchen. Vielleicht orientieren sich die Vorlesungen anderer Professoren jedoch enger an diesem Buch.
(Vieweg+Teubner-Verlag, ISBN 978-3834807472, Amazon)
Handliches Taschenbuch, das mir bei Technische Mechanik II (Dynamik) eine recht gute Hilfe war. Angenehmes „Lesebuch“, in dem Formeln und Gesetze Schritt für Schritt ausführlich beschrieben hergeleitet werden. Gute Erklärungen und sehr übersichtlich. Mir hat das Buch häufig geholfen, wenn das Vorlesungsskript mal zu unklar war.
(Springer-Verlag, ISBN 978-3540684220, Amazon)
Gut zur Prüfungsvorbereitung: Viele Aufgaben, mal ausführlicher mal weniger ausführlich gelöst. Störend ist, dass durch die Zahl der Autoren die Rechen-Stile in den Lösungen ziemlich variieren; so wirken einige Schritte unnötig kompliziert durchgeführt. Praktisch jedoch: Zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine kurze Formelsammlung, die das nötigste zusammenfasst.
(Springer-Verlag, ISBN 978-3540707691, Amazon)
Dickes Lern- und Nachschlagewerk; sehr umfangreich. Sachverhalte werden gut erklärt, Kontrollfragen runden jedes Kapitel ab. Im Anhang befindet sich viele Tabellen über Stoffwerte u.ä. Hat sich als praktisch im Thermodynamik-Labor erwiesen, für die Prüfung samt Vorbereitung war in meinem Fall aber eine gute Formelsammlung nützlicher.
Das Buch eignet sich übrigens auch die Veranstaltung Wärme- und Stoffübertragung, wobei nur die Wärmeübertragung besprochen wird. Für die Stoffübertragung ist ggf. andere Lektüre notwendig.
(Hanser-Verlag, ISBN 978-3446415614, Amazon)
Übersichtliches, verständliches Buch über ein Thema das bei vielen als reines „Auswendiglern-Fach“ gilt. Enthält viele Skizzen, Fotos und Diagramme. Außerdem sprachlich simpel nicht unnötig kompliziert und so zum raschen Nachschlagen ebenso angenehm, wie zum Schmökern. Teilweise ein wenig knapp; ideal jedoch, wenn man in den Vorlesungen aufmerksam war und die Themen nacharbeiten möchte.
(Springer-Verlag, ISBN 978-3-540-79296-3, Amazon)
Gefiel mir nicht so gut wie der Bargel/Schulze: Meiner Meinung nach etwas komplizierter und unübersichtlicher. Bei der Prüfungsvorbereitung fiel in meiner Lerngruppe außerdem das Stichwortverzeichnis als zu knapp auf. Dafür ist bspw. das Kapitel „Korrosionsbeanspruchung und Korrosionsschutz“ sehr gelungen. Für die Prüfungsvorbereitung lohnt es jedoch, ein (notfalls älteres) Exemplar parat zu haben, da Weißbach/Dahms und Bargel/Schulze sich gegenseitig recht gut ergänzen. Außerdem: Studierende der FH Flensburg finden in dem Buch praktische Erklärungen zum Folien-Satz mit dem (Mit-Autor) Prof. Dr.-Ing. Dahms durch seine Werkstofftechnik-Vorlesungen führt.
(Vieweg+Teubner-Verlag, ISBN 978-3834807397, Amazon)
Der Gieck ist so etwas wie ein Standard-Werk für Ingenieure. Er ist klein und dank des Hardcovers stabil, zudem bietet er jede Menge Platz für eigene Notizen (es ist nur jede zweite Seite bedruckt). Das Büchlein greift sehr viele Themengebiete auf und listet Formeln und Schaubilder. Letztere sind dank des einfarbigen Drucks jedoch häufig unübersichtlich und zudem unsauber gedruckt. Aufgrund der riesigen Bandbreite des Inhalts ist für viele Themen nur das allernötigste enthalten, weshalb ich letztlich in vielen Fällen doch häufiger zum Kuchling greife, als zum Gieck. Man möge mich dafür nicht steinigen. ;-)
(Hanser-Verlag, ISBN 978-3446421134, Amazon
Das Tabellenbuch habe ich bereits für das Fachgymnasium (bzw. den Maschinenbau-LK) kaufen müssen und konnte es seit dem auch immer wieder im Studium gebrauchen. Es unterstützt beim Lernen (bzw. Entschlüsseln) von Werkstoff-Normierungen ebenso wie im Bereich CAD. Professoren sehen diese „Werkstatt-Lektüre“ allerdings nicht so gern. ;-)
(Verlag Europa-Lehrmittel, ISBN 978-3808517246, Amazon)
Zuletzt geändert am 1. März 2011.
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