Bautagebuch: der Spatenstich rückt näher

12. Juli 2020 | #bautagebuch #hausbau #hausbau-planung

Kurz vorm Wochenende haben wir zwei wichtige Meilensteine abgehakt: Der Bauantrag und die Finanzierungsunterlagen sind unterschrieben!

Dem voraus ging die Finalisierung der Zeichnungen, was aber auch der bisher spaßigste Teil der Planung war. Ich hatte befürchtet, dass uns die Zeichnerin meine SweetHome3D-Entwürfe um die Ohren haut, aber anscheinend haben wir einiges richtig gemacht – jedenfalls gleichen die fertigen Zeichnungen auch nach mehreren Review-Runden fast 1:1 unserem Entwurf.

Spannend war noch mal die Frage nach dem Platzbedarf für die Treppe: hier haben wir uns jetzt nach Absprache mit dem Zimmermann für eine zweimal viertelgewendelte Variante entschieden, damit sie nicht zu steil wird. Dazu vielleicht später noch mal mehr.

Screenshot vom baldigen Häuschen

Zum Einstimmen noch mal eine selbstgemachte Darstellung von unserem Friesenhäuschen: inzwischen auch mit Giebelohren, nur das Dach ist immer noch stark vereinfacht und kommt ohne Textur und (weiße) Unterschläge daher.

Der zweite, etwas hektischere Part war das Beschaffen der Angebote aller Gewerke: Da wir keinen Generalunternehmer haben, der uns das Haus „schlüsselfertig“ übergibt, war hier einige Beinarbeit gefragt, um alle Firmen einzubinden und möglichst realitätsnahe Preisgrundlagen zu bestimmen. Wie verlässlich die Angebote sind, auf denen unsere Finanzierung jetzt fußt, werden wir im Winter sehen – jetzt ist die Knete erstmal beantragt.

(k)ein Stein wie der andere

Kleines Abenteuer noch: die Suche nach einem Verblendmauerstein für die Außenwände. Eine gängige Praxis ist, durch Neubaugebiete zu fahren und mal anzuklopfen, wenn man ein Haus mit einem ansprechenden Verblender gefunden hat. Wir haben uns aber für den langweiligen Ansatz entschieden und uns ausführlich bei einem inhabergeführten Händler beraten lassen.

Klinker wird (unabhängig von seinem Größenformat) zu je tausend Stück verglichen und verkauft – und nicht etwa pro Quadratmeter Fassade. Eilig durchgeführte Flächenberechnungen kann sich der geneigte Käufer also getrost sparen. Als Daumenwert kann man rund 600 Euro pro tausend Stück annehmen, wobei es nach oben natürlich keine Grenzen gibt und schlichte Steine auch preiswerter sind.

Was uns als Laien auch nicht klar war: vom langweiligen grau abweichender Mörtel treibt den Preis des Verblendmauerwerks deutlich höher nach oben als ein etwas teurerer Stein – das behauptet zumindest der Steinehöker. ;-) Wir haben den Rat angenommen und einen Stein ausgesucht, der auch mit grauer Fuge gut zur Geltung kommt.

An dieser Stelle kommt allerdings doch noch der Neubaugebietstourismus zum Tragen: Nach der Auswahl einiger Kanditaten wurden uns konkrete Preise und Referenz-Adressen genannt, so dass wir die ausgewählten Steine im Gesamtbild auf uns wirken lasen konnten. Unser heißer Favorit ist leider noch neu im Sortiment, so dass es noch keinen frischgebackenen Bauherren gibt, der dem Händler sein Go zum Begutachten gegeben hat – was ihn aufgrund dieses Risikofaktors allerdings auch ziemlich preiswert macht.

Das ist unsere heiße Auswahl, ein grober Trend ist wohl zu erkennen. 😉 Der Favorit ist der letzte in der Galerie, da seine Färbung auch mit schlichter grauer Fuge gut zur Geltung kommt. Nächstes Jahr wissen wir, ob's die richtige Entscheidung war.

Weiter geht's

Als Nächstes hoffen wir natürlich auf positive Rückmeldungen von der Bauaufsichtsbehörde und den Kreditinstituten. Parallel machen Bodengutachter und Statiker ihre Arbeit und im September steht die Grundstücksübergabe durch den Erschließer an uns an.

Es ist also weiterhin realistisch, dass der Spatenstich noch in diesem Quartal erfolgt. Wir sind gespannt!