Font-Nachwuchs im Hause Libertine

Das Liber­tine-Open-Fonts-Pro­jekt hat es sich zur Auf­gabe gemacht, hoch­wer­tige freie Schrift­ar­ten zu erar­bei­ten, die sich als Alter­na­tive zu pro­prie­tä­ren Fonts anbie­ten.

Eine dieser Schrift­ar­ten aus Hause Liber­tine heißt Linux Bio­li­num und ist eine soge­nannte Orga­no­gro­teske. Sie erfährt dieser Tage eine Erwei­te­rung, die laut Pro­jekt-Home­page in Kürze“ erscheint: Ein Font, der Tasten-Sym­bole mit pas­sen­den Umran­dun­gen lie­fert und das Setzen von Tas­ta­tur-Kurz­be­feh­len in Texten stark ver­ein­fa­chen könnte. Der Font nennt sich tref­fend Linux Bio­li­num Key­board.

Bildschirmfoto: Zeichen der „Biolinum Keyboard“

Die Idee ist zwar nicht ganz neu, doch ist dies der erste (mir bekannte) freie Font in diesem Stil. Das könnte ein Vor­teil ins­be­son­dere für Wikis und Inter­net­sei­ten all­ge­mein sein, die Tas­ta­tur-Short­cuts bis­lang meis­tens mit CSS-For­ma­tie­run­gen (Bei­spiel: Alt + F4) und/​oder klei­nen Gra­fi­ken dar­stell­ten.

Durch die @font-face–Tech­no­lo­gie, die es immer mehr Brow­sern erlaubt, Open­Type–Fonts aus dem Inter­net nach­zu­la­den, falls diese beim Benut­zer nicht instal­liert sind, wäre das eine sehr hüb­sche Ange­le­gen­heit. Über das Für und Wider dieses Prin­zips möchte ich mich hier jedoch nicht aus­las­sen (Stich­wort Kom­pa­ti­be­li­tät, Text­brow­ser, etc. pp.)

Ich bin gespannt, wie lange der Font noch auf sich warten lässt und wie er letzt­lich aus­se­hen wird. Eine Vor­schau gibt es bereits im PDF-Format auf der Pro­jekt-Beschrei­bung.

Zum Abschluss ein paar Links:

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~andwil

Geek aus Kiel. Beruflich in der Industrie zu Hause, tobt sich hier aber vor allem über Linux, den Open-Source-Kosmos und Heavy Metal aus.